Bild folgtKI-generierte IllustrationBupleurum tenuissimum
Auch bekannt als: buplèvre menu, Zartes Hasenohr
Unverwechselbar ist das Salz-Hasenohr durch seine zierliche Gestalt und die winzigen, gelblichen Blüten, die sich in lockeren Dolden an den feinen Stängeln anordnen. Mit einer Wuchshöhe von genau 0,17 m ist diese Pflanze ein kleiner, aber ökologisch höchst wertvoller Bewohner für deinen Garten. Da sie auf der Roten Liste als stark gefährdet (Kategorie 2) geführt wird, leistest du einen direkten Beitrag zum Artenschutz, wenn du ihr ein dauerhaftes Zuhause gibst. Besonders für Insekten, die im Spätsommer nach Nahrung suchen, ist dieser Doldenblütler eine wichtige Anlaufstelle. Wenn du einen sonnigen Platz mit kalkhaltigem Boden hast, ist dieses seltene Gewächs genau das Richtige für dich.
Rote-Liste-Seltenheit: Ein 0,17 m kleiner Überlebenskünstler für sonnige Plätze.
Als Art der Roten Liste (Kategorie 2) ist das Salz-Hasenohr ein seltener Gast in unseren Gärten und ein wertvoller Baustein für die regionale Biodiversität. Durch die späte Blütezeit in den Monaten August und September schließt es eine wichtige Lücke im Nahrungsangebot für Bestäuber. Die leichten Samen mit einem Gewicht von 1,4824 mg dienen der Windausbreitung und können zur natürlichen Wiederbesiedlung angrenzender Flächen beitragen. Da es sich um einen heimischen Doldenblütler handelt, ist die Pflanze für verschiedene spezialisierte Insekten von Bedeutung, die auf solche seltenen Standortspezialisten angewiesen sind. Mit der Ansiedlung hilfst du aktiv dabei, das Aussterben dieser hochgradig gefährdeten Art in Mitteleuropa zu verhindern.
Das Salz-Hasenohr wird als nicht kindersicher eingestuft. Da keine spezifischen Verzehrdaten vorliegen, sollte die Pflanze rein als Zier- und Naturschutzobjekt betrachtet und nicht gegessen werden. Achte darauf, sie nicht mit giftigen Wildkräutern aus der Familie der Doldenblütler zu verwechseln, wenn du in der Natur unterwegs bist.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Aug – Sep
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Strauch
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Blattphänologie
Laubabwerfend
Pflanzenhöhe
0.172 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Platz (Lichtzahl 9), da die Pflanze für ihre Entwicklung maximale Helligkeit benötigt.
Der Boden sollte frisch, also mäßig feucht sein (Feuchtezahl 6), Staunässe muss jedoch vermieden werden.
Ein normaler Gartenboden (Mittelzehrer) reicht aus, sofern er kalkhaltig oder basisch (Reaktion 8) ist.
Pflanzzeit Frühling: Setze junge Pflanzen zwischen März und Mai in die Erde.
Pflanzzeit Herbst: Auch von September bis November kannst du pflanzen, solange der Boden offen ist.
Achte auf die geringe Wuchshöhe von 0,17 m und platziere sie im Vordergrund, damit sie nicht von größeren Arten verdrängt wird.
Die Vermehrung erfolgt über die leichten Samen, die durch den Wind verbreitet werden.
Gute Partnerin: Die Strand-Grasnelke (Armeria maritima) – sie teilt die Vorliebe für sonnige Standorte und ergänzt das feine Laubbild ökologisch passend.
Das Salz-Hasenohr gehört zur Familie der Doldenblütler (Apiaceae) und ist in Deutschland sowie Österreich heimisch. Sein natürlicher Lebensraum sind sonnige, oft salzbeeinflusste Standorte an den Küsten oder im Binnenland, was ihn als Indigen (einheimische Art) kennzeichnet. Morphologisch fällt er durch seine nicht verholzten, strauchartigen Wuchsformen und die breitblättrige, aber sehr schmale Belaubung auf. Als Mittelzehrer (Pflanze mit mittlerem Nährstoffbedarf) besiedelt er Standorte, die weder zu mager noch übermäßig gedüngt sind. Die Pflanze bevorzugt kalkhaltige oder basische (Reaktion 8) Untergründe in wärmebegünstigten Lagen.
3 Videos zu Salz-Hasenohr
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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