Bild folgtKI-generierte IllustrationCalamagrostis villosa
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Arten
interagieren
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Wer das Wollige Reitgras (Calamagrostis villosa) einmal gesehen hat, vergisst es nicht: Mit seinen charakteristischen weichen, behaarten Blättern und den lockeren Blütenrispen ist es ein echtes Charaktergras für kühlere Gartenbereiche. Da es als wichtige Futterpflanze für spezialisierte Falter wie den Spiegelfleck-Dickkopffalter (Heteropterus morpheus) oder den Gelbbunten Dickkopffalter (Carterocephalus palaemon) dient, leistest du mit der Pflanzung einen wertvollen Beitrag zum Artenschutz. Es fühlt sich besonders an Plätzen wohl, die anderen Pflanzen oft zu sauer oder zu feucht sind. Wenn du eine naturnahe Ecke im Halbschatten gestalten möchtest, machst du mit diesem Gras alles richtig.
Sanfter Schattenkünstler und wichtige Kinderstube für seltene Dickkopffalter.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten profitieren vor allem Schmetterlinge von diesem Gras. Es dient als lebensnotwendige Raupennahrung für den Gelbwürfeligen Dickkopffalter (Carterocephalus silvicola) und den Spiegelfleck-Dickkopffalter (Heteropterus morpheus). Auch Arten wie der Gelbbunte Dickkopffalter (Carterocephalus palaemon) sind auf Bestände dieses Reitgrases angewiesen. Die Samen sind mit 0.1 mg extrem leicht und ermöglichen eine weite Windausbreitung, was zur natürlichen Vernetzung von Lebensräumen beiträgt. Im Winter bieten die vertrockneten Halme einen wichtigen Rückzugsort für überwinternde Insekten und werden im Frühjahr von Vögeln gern als Nistmaterial genutzt.
Das Wollige Reitgras gilt als nicht kindersicher, da die feinen Härchen auf den Blättern bei empfindlicher Haut leichte Irritationen auslösen können. Die Pflanze ist jedoch nicht giftig, weshalb keine Gefahr für Haustiere oder spielende Kinder besteht. Trage beim Rückschnitt im Frühjahr einfach Gartenhandschuhe.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jul – Aug
Bodenreaktion
Sauer (Säurezeiger)
Bioregion
Continental
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.69 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Ellenberg Licht 6: Wähle einen Standort im Halbschatten, direkte Mittagssonne sollte vermieden werden.
Feuchtezahl 7: Halte den Boden gleichmäßig frisch bis feucht; das Gras verträgt keine längere Trockenheit.
Nährstoffwert 3: Als Schwachzehrer (Magerzehrer) benötigt die Pflanze keinen Dünger; ein zu nährstoffreicher Boden schadet dem typischen Wuchs.
Reaktionszahl 2: Achte auf ein saures Bodenmilieu; kalkhaltige Erde sollte mit saurem Substrat aufbereitet werden.
Pflanzzeit: Setze das Gras im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November), solange der Boden offen ist.
Pflege: Schneide die Halme erst im zeitigen Frühjahr zurück, damit die Struktur im Winter erhalten bleibt.
Vermehrung: Das Gras breitet seine 0.1 mg leichten Samen über den Wind aus, was im Naturgarten erwünscht ist.
Gute Partnerin: Die Heidelbeere (Vaccinium myrtillus) – sie teilt die Vorliebe für saure, feuchte Böden und ergänzt das Gras ökologisch perfekt.
Das Wollige Reitgras gehört zur Familie der Süßgräser (Poaceae) und ist in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz indigen (einheimisch). Sein natürlicher Lebensraum sind montane Bergwälder und Moore auf kalkarmen, sauren Böden. Mit einer Wuchshöhe von genau 0.69 m bildet es lockere Horste und breitet sich über oberirdische Ausläufer aus. Die Blattfläche von etwa 1071.5 mm² und die feine Behaarung sind typische Merkmale dieser Art, die botanisch als Schwachzehrer (Pflanze mit geringem Nährstoffbedarf) eingestuft wird.
38 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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