
Calamintha nepeta
Auch bekannt als: Calamintha nepeta
Artengruppe
7
Arten
interagieren
7
Interaktionen
dokumentiert
Du erkennst die Kleinblütige Bergminze an ihren unzähligen, zarten Lippenblüten in Blassviolett bis Weiß und dem intensiven Minzduft, der beim Zerreiben der kleinen Blätter verströmt. Sie ist ein wertvoller Baustein für den Naturgarten, da sie im Hochsommer eine wichtige Nektarquelle bietet. Besonders spezialisierte Falter wie der Rote Scheckenfalter (Melitaea didyma) und der Heilziest-Dickkopffalter (Carcharodus floccifera) fliegen sie gezielt an. Wenn du einen sonnigen, eher trockenen Platz im Garten hast, ist diese Staude eine pflegeleichte Bereicherung für dich und deine geflügelten Gäste.
Spätsommer-Magnet für seltene Dickkopffalter und den Roten Scheckenfalter.
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Diese Art ist eine wichtige Tankstelle für Schmetterlinge während ihrer Hauptflugzeit im August. Nach aktuellen Bestäubungsdaten profitieren besonders Arten wie der Heilziest-Dickkopffalter (Carcharodus floccifera), der Steppenheiden-Dickkopffalter (Carcharodus orientalis) und der Rote Scheckenfalter (Melitaea didyma) von ihrem Nektar. Auch seltenere Gäste wie der Schwarzbraune Würfel-Dickkopffalter (Muschampia tessellum) nutzen die Blüten. Da sie genau dann blüht, wenn viele andere Wiesenblumen bereits verblüht sind, schließt sie eine kritische Versorgungslücke im Hochsommer.
Die Datenbank stuft die Pflanze als nicht kindersicher ein. Auch wenn sie aromatisch duftet, solltest du sicherstellen, dass Kinder die Pflanze nicht verzehren. Verwechslungsgefahren mit stark giftigen Arten bestehen aufgrund des typischen Minzaromas und der charakteristischen Lippenblüten jedoch kaum.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Aug – Aug
Bioregion
Continental
Wuchsform
Halbstrauch
Wähle für die Bergminze einen vollsonnigen Standort mit durchlässigem, eher magerem Boden.
Pflanzzeit: Setze die Pflanze am besten von März bis Mai oder im Herbst von September bis Ende November, solange der Boden offen ist.
Boden: Die Erde sollte nicht zu nährstoffreich sein; Schotter oder Sandbeimischungen sind ideal.
Pflege: Die Staude ist sehr genügsam und verträgt Trockenheit hervorragend. Ein Rückschnitt nach der Blüte kann die Vitalität fördern, ist aber kein Muss.
Vermehrung: An zusagenden Stellen versamt sie sich moderat selbst.
Kombination: Eine gute Partnerin ist die Karthäuser-Nelke (Dianthus carthusianorum). Beide teilen die Vorliebe für trockene, sonnige Standorte und ergänzen sich ökologisch, da sie unterschiedliche Bestäuber ansprechen.
Die Kleinblütige Bergminze gehört zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae) und ist in Deutschland und der Schweiz indigen (heimisch) oder als Archäophyt (alteingebürgerte Art) bekannt. Sie wächst bevorzugt an warmen Standorten und geht im Boden eine Symbiose mit Pilzen ein, die man als AM (Arbuskuläre Mykorrhiza) bezeichnet. Morphologisch zeichnet sie sich durch einen buschigen Wuchs und gegenständige, eiförmige Blätter aus. Trotz ihrer Seltenheit in manchen Regionen gilt sie nach der Roten Liste derzeit als ungefährdet.
1 Video zu Kleinblütige Bergminze (Artengruppe)

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7 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_590458100
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