Bild folgtKI-generierte IllustrationCaldesia parnassifolia
Auch bekannt als: Caldesia parnassifolia
Du erkennst den Herzlöffel (Caldesia parnassifolia) an seinen markanten, herzförmigen Blättern, die oft zart auf der Wasseroberfläche schwimmen. Diese kleine Kostbarkeit ist in unseren Breiten vom Aussterben bedroht (Rote Liste 1), weshalb jeder Standort im privaten Garten aktiv zum Artenschutz beiträgt. Da er ein Archäophyt (eine bereits vor 1492 eingewanderte Art) ist, passt er perfekt in naturnahe Teiche. Mit seiner geringen Wuchshöhe von nur 9 Zentimetern ist er ideal für flache Uferzonen, in denen er als Trittsteinbiotop für die heimische Wasserfauna dient. Wenn du eine wirklich seltene Art retten möchtest, ist dieser kleine Wasserbewohner genau das Richtige für deinen Garten.
Rote-Liste-Juwel: Bewahre den seltenen Herzlöffel in deiner eigenen Uferzone.
Als eine der seltensten Pflanzen unserer Region (Rote Liste 1) hat der Herzlöffel eine enorme Bedeutung für die floristische Vielfalt. Er bietet spezialisierten Lebensräumen in Uferzonen Struktur, auch wenn spezifische Bestäubungsdaten für Insekten in der Datenbank fehlen. Seine schweren Diasporen (Samen) von 35,05 mg ermöglichen eine lokale Ausbreitung und dienen als potenzielle Nahrung für Wasservögel, die die Samen auch in neue Gewässer transportieren können (Tierverbreitung). In deinem Garten fungiert er als wertvoller Bestandteil eines intakten Feuchtökosystems. Er ist ein klassischer Indigen (einheimische Art), der seit Jahrhunderten Teil unserer Natur ist.
Bitte beachte, dass der Herzlöffel als nicht kindersicher eingestuft wird. Auch wenn keine spezifischen Giftstoffe gelistet sind, sollte der Kontakt mit den Pflanzensäften bei empfindlichen Personen vorsorglich vermieden werden. Halte Kinder und Haustiere am Teichrand im Blick.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jul – Sep
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.091 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Ellenberg Licht 7: Wähle einen vollsonnigen Platz an deinem Teich, damit die Pflanze genügend Helligkeit bekommt.
Ellenberg Feuchte 10: Setze den Herzlöffel in den Sumpf oder flaches Wasser; er benötigt dauerhaft nasse Bedingungen.
Ellenberg Reaktion 7: Der Boden sollte kalkhaltig oder basisch (wenig Säure) sein, um den natürlichen Ansprüchen zu entsprechen.
Ellenberg Nährstoffe 6: Ein normaler, mäßig nährstoffreicher Gartenboden am Teichgrund ist ideal.
Pflanzzeit: Setze ihn am besten im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst in den schlammigen Boden ein.
Wuchshöhe beachten: Halte den Platz um die nur 0,09 m hohe Pflanze frei von wuchernden Arten.
Vermehrung: Die Pflanze breitet sich über schwere Samen (35,05 mg) aus, die oft durch Wasservögel oder über kurze Distanzen im Wasser verteilt werden.
Gute Partnerin: Gewöhnlicher Froschlöffel (Alisma plantago-aquatica) – er teilt die Standortansprüche und erzeugt ein stimmiges Bild in der Flachwasserzone.
Der Herzlöffel gehört zur Familie der Froschlöffelgewächse (Alismataceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch. Er besiedelt natürlicherweise kalkhaltige Flachwasserzonen und schlammige Uferbereiche. Die krautige Pflanze bleibt mit einer Wuchshöhe von 0,09 m sehr niedrig und ist nicht verholzt. Eine Besonderheit sind seine breitblättrigen Spreiten, die morphologisch stark an das Sumpf-Herzblatt erinnern. Er bevorzugt sonnige Standorte direkt im Wasser oder auf dauerhaft nassen Böden.
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →