Bild folgtKI-generierte IllustrationCallidium violaceum (Linnaeus, 1758)
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Wer den Violetten Bockkäfer einmal beobachtet hat, vergisst ihn nicht: Sein auffallend flacher Körper schimmert bei Sonnenlicht intensiv dunkelblau bis violett metallisch. Mit einer Körperlänge von 8 bis 13 Millimetern gehört er zu den mittelgroßen Bockkäfern und ist in deinem Garten meist an gelagertem Nadelholz zu finden. Er bringt pro Jahr eine Generation hervor, wobei die Larvenentwicklung oft zwei Jahre beansprucht. Das Weibchen legt seine Eier in die Rindenspalten von frisch abgestorbenem Nadelholz, insbesondere der Gewöhnlichen Fichte (Picea abies) und der Gewöhnlichen Kiefer (Pinus sylvestris). Im Frühling und Sommer kannst du die Käfer beim Sonnenbaden auf Holzstapeln oder Stämmen der Gewöhnlichen Buche (Fagus sylvatica) entdecken. Die Larven ernähren sich vom Splintholz (der saftführenden Schicht unter der Rinde) und hinterlassen dort charakteristische, flache Fraßgänge. Sie überwintern als Larve oder Puppe geschützt in einer Puppenwiege (einer ausgehobenen Kammer) tief im trockenen Holzinneren. Wenn du diesen nützlichen Zersetzer fördern möchtest, solltest du einige unentrindete Nadelholzscheite an einem sonnigen Platz stapeln. Achte im Gegenzug darauf, Bauholz für Schuppen stets zu entrinden, um eine Ansiedlung im Gebälk zu vermeiden.
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Völlig harmlos und ein interessanter Beobachtungsgast in naturnahen Gärten. Der Käfer besitzt keinen Stachel und beißt nicht; er stellt zudem keine Gefahr für lebende, gesunde Bäume dar, da er ausschließlich totes, berindetes Holz besiedelt. Er ist kein meldepflichtiger Schädling.
Der Violette Bockkäfer (Callidium violaceum) zählt zur Familie der Bockkäfer (Cerambycidae) innerhalb der Ordnung der Käfer. Er ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz weit verbreitet und besiedelt bevorzugt lichte Nadelwälder sowie Gärten mit Holzvorräten. Seine Lebensweise ist saproxylophag (von totem Holz lebend), wobei er für den Abbau von organischem Material im Ökosystem wichtig ist. Kennzeichnend sind neben der Färbung die langen Fühler und der stark abgeflachte Halsschild (das Segment zwischen Kopf und Flügeldecken), was ihn von anderen Bockkäfern unterscheidet.
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•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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