Bild folgtKI-generierte IllustrationCallitriche truncata subsp. occidentalis
Du erkennst den Westlichen Gestutzten Wasserstern (Callitriche truncata subsp. occidentalis) an seinen zierlichen, sternförmigen Blattrosetten, die oft dicht unter der Wasseroberfläche fluten. Diese unscheinbare Pflanze ist ein spezialisierter Bewohner für seichte Uferzonen und Schlammflächen. Da die Art in Deutschland auf der Roten Liste steht, leistest du mit ihrer Ansiedlung im Gartenteich einen direkten Beitrag zum Artenschutz. In den dichten Unterwassermatten finden die Larven von Libellen, wie der Hufeisen-Azurjungfer (Coenagrion puella), wertvolle Versteckmöglichkeiten. Wenn du ein Herz für seltene heimische Wasserpflanzen hast, ist dieser Wasserstern genau die richtige Wahl für dein Biotop.
Seltener Überlebenskünstler: Schütze den bedrohten Wasserstern in deinem Garten.
In deinem Garten übernimmt dieser heimische Wasserbewohner wichtige Funktionen im ökologischen Gefüge des Teiches. Er produziert unter Wasser Sauerstoff und dient durch seinen dichten Wuchs als Kinderstube für verschiedene Wasserorganismen. Auch wenn keine spezifischen Bestäubungsdaten für Insekten vorliegen, ist die Pflanze als Teil der regionalen Biodiversität unverzichtbar. Die leichten Samen mit einem Gewicht von nur 0,13 mg können durch Wasserbewegungen oder Wind verbreitet werden. Damit förderst du eine Art, die in der freien Natur aufgrund von Lebensraumverlust immer seltener wird. Er bereichert die so wertvolle Übergangszone zwischen Wasser und Land.
Der Westliche Gestutzte Wasserstern wird als nicht kindersicher eingestuft. Da er bevorzugt im flachen Wasser oder in Sumpfbereichen wächst, sollten Kleinkinder in der Nähe von Gartenteichen grundsätzlich immer beaufsichtigt werden. Eine akute Giftigkeit für Menschen oder Haustiere ist nicht bekannt, dennoch ist die Pflanze nicht für den Verzehr geeignet.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
—
Blütezeit
—
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.1 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Ellenberg Licht 8: Platziere die Pflanze an einem vollsonnigen Standort, da sie viel Licht für ein gesundes Wachstum benötigt.
Ellenberg Feuchte 9: Setze sie in die Flachwasserzone oder auf dauerfeuchten Schlamm am Teichrand.
Ellenberg Naehrstoffe 5: Ein normaler Gartenboden oder Teichsubstrat ohne zusätzliche Düngung reicht aus.
Ellenberg Reaktion 5: Der Boden sollte neutral bis schwach sauer sein.
Pflanzzeit: Idealerweise im Frühjahr zwischen März und Mai einsetzen, damit sie sich vor dem Winter etabliert.
Wuchshoehe: Beachte die geringe Höhe von 0,1 m, damit sie nicht von größeren Röhrichtpflanzen völlig beschattet wird.
Pflege: Da die Pflanze nicht verholzt, ist kein Rückschnitt nötig; sie verbreitet sich über leichte Samen (Diasporen) selbstständig.
Gute Partnerin: Sumpf-Vergissmeinnicht (Myosotis scorpioides) – es teilt den sonnigen, nassen Standort und ergänzt die Wasserstern-Matten optisch wunderbar.
Botanisch wird der Westliche Gestutzte Wasserstern in die Familie der Wegerichgewächse (Plantaginaceae) und die Gattung der Wassersterne (Callitriche) eingeordnet. Er ist in Deutschland indigen (einheimisch) und besiedelt bevorzugt vollsonnige Standorte in stehenden oder langsam fließenden Gewässern. Als krautige Pflanze erreicht er eine Wuchshöhe von genau 0,1 m und bildet oft flächendeckende Teppiche. Auffällig sind die breitblättrigen Blätter, deren Spitzen – wie der Name verrät – charakteristisch gestutzt oder wie abgeschnitten wirken.
1 Video zu Westlicher Gestutzter Wasserstern
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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