Bild folgtKI-generierte IllustrationCamelina sativa agg.
Artengruppe
Du erkennst den Saat-Leindotter an seinen zierlichen, hellgelben Kreuzblüten und den markanten, birnenförmigen Schötchen (rundliche Kapselfrüchte). Diese geschichtsträchtige Art ist ein Archäophyt (eine Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde) und heute so selten, dass sie auf der Vorwarnliste der Roten Liste steht. In deinem Garten bietet sie eine wertvolle Ergänzung für die heimische Flora und unterstützt die Artenvielfalt auf kargen Böden. Da sie kaum Ansprüche stellt, ist sie ideal für dich, wenn du natürliche Abläufe fördern möchtest. Mit ihrer Hilfe bewahrst du ein Stück lebendige Kulturgeschichte direkt vor deiner Haustür.
Historisches Erbe auf 0.46 m: Bewahre eine seltene Art der Vorwarnliste.
Nach aktuellen Daten zur Biodiversität ist der Saat-Leindotter als Archäophyt eine tragende Säule für die Vielfalt auf ehemals landwirtschaftlich genutzten Flächen. Da die Art auf der Vorwarnliste (Rote Liste V) steht, fungiert dein Garten als wichtiges Refugium für den Erhalt dieser Pflanzengruppe. Die leichten Samen dienen durch Wind- oder Fernausbreitung der natürlichen Verteilung in der Umgebung. Er besetzt die ökologische Nische auf neutralen bis schwach sauren Böden (Ellenberg Reaktion 6). Als Mittelzehrer benötigt er wenig Pflege und fördert ein stabiles Gleichgewicht im Bodenleben. Sein Erhalt sichert das Überleben einer Pflanze, die schon seit Jahrhunderten unsere Kulturlandschaft begleitet.
Bitte beachte, dass der Saat-Leindotter als nicht kindersicher eingestuft wird. Achte darauf, dass kleine Kinder keine Pflanzenteile in den Mund nehmen. Sollte es dennoch zu einem Verzehr gekommen sein, wende dich bitte an den Giftnotruf unter 0228 19 240. Die Pflanze ist ansonsten unkompliziert im Umgang.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.461 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Platziere ihn an einem sonnigen Ort (Ellenberg Licht 7) für eine optimale Entwicklung.
Boden: Er gedeiht hervorragend in normalem Gartenboden (Mittelzehrer) ohne zusätzliche Düngung.
Feuchtigkeit: Halte das Substrat frisch (mäßig feucht, Ellenberg 4), aber sorge für einen guten Wasserabfluss.
Pflanzzeit: Säe die Samen im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst direkt ins Freiland.
Pflege: Als einjährige Pflanze benötigt er keinen Rückschnitt während der Wachstumsphase.
Vermehrung: Lass die Samenreife zu; das leichte Diasporengewicht (Wind- oder Fernausbreitung) sorgt für eine natürliche Selbstaussaat.
Naturnähe: Da er nicht verholzt, fügt er sich gut in wechselnde Beete ein.
Gute Partnerin: Die Echte Kamille (Matricaria chamomilla) – sie hat ähnliche Ansprüche an Boden und Licht und fördert das Bild einer naturnahen Wiese.
Der Saat-Leindotter (Camelina sativa agg.) gehört zur Familie der Kreuzblütengewächse (Brassicaceae). Er ist in weiten Teilen von Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch und besiedelt dort bevorzugt offene, mäßig warme Standorte wie Acker- und Wegränder. Die Pflanze wächst krautig und bildet breitblättriges Laub aus, wobei sie eine Wuchshöhe von genau 0.46 m erreicht. Typisch für diese Artengruppe sind die vierzähligen Blüten, die später zu den charakteristischen Schötchen (Früchte der Kreuzblütler) heranreifen.
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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