
Campanula cochleariifolia
7
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32
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dokumentiert
Du erkennst die Zwerg-Glockenblume an ihren zarten, hellblauen Glockenblüten, die an dünnen Stielen über dichten, polsterartigen Blattschöpfen nicken. In deinem Naturgarten ist sie eine wertvolle Bereicherung, da sie als spezialisierte Futterquelle für Insekten dient. Nach aktuellen Bestäubungsdaten profitieren von ihr besonders die Schmalbiene (Lasioglossum cupromicans) und die Sandhummel. Mit ihrer langen Blütezeit von Mai bis September schließt sie wichtige Nahrungslücken im Sommer. Wenn du eine Trockenmauer oder einen Steingarten hast, ist diese kleine, ausdauernde Wildstaude genau die richtige Wahl für dich.
Zarte Alpen-Glocken: Die sommerlange Tankstelle für die Sandhummel.
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In deinem Garten übernimmt die Zwerg-Glockenblume eine wichtige Funktion für die heimische Insektenwelt. Besonders hervorzuheben ist ihre Bedeutung für die Schmalbiene (Lasioglossum cupromicans), die gezielt den Pollen der Glockenblumen sammelt. Auch die Sandhummel ist ein regelmäßiger Gast an den glockenförmigen Blüten. Da die Blütezeit bis in den September reicht, bietet sie Nahrung in einer Phase, in der viele andere Alpenpflanzen bereits verblüht sind. Die Samenstände können über den Winter stehen bleiben und bieten Kleinstlebewesen Schutz, während die Wurzeln im Boden den Untergrund in Ritzen und Fugen festigen.
Bitte beachte, dass die Zwerg-Glockenblume laut Datenbank-Einstufung als nicht kindersicher gilt. Auch wenn sie nicht als klassische Giftpflanze bekannt ist, sollten Kleinkinder beim Kontakt beaufsichtigt werden. Eine Verwechslungsgefahr mit giftigen Arten besteht aufgrund der charakteristischen Wuchsform und der Glockenblüten im Steingarten kaum.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Mai – Sep
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.06 m
Die Zwerg-Glockenblume benötigt einen sonnigen bis halbschattigen Standort. Der Boden sollte kalkhaltig, eher nährstoffarm und vor allem gut durchlässig sein, um Staunässe (stehendes Wasser im Wurzelbereich) zu vermeiden.
Pflanzzeit: Idealerweise im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November.
Boden: Kiesige oder sandige Erde nach dem Vorbild alpiner Schutthalden.
Pflege: Die Pflanze ist sehr robust; ein Rückschnitt nach der ersten Blüte kann die Vitalität fördern.
Vermehrung: Sie breitet sich über Ausläufer von selbst aus oder kann im Frühjahr geteilt werden.
Kombination: Eine ideale Partnerin ist der Steinbrech (Saxifraga) – beide teilen die Vorliebe für felsige Standorte und ergänzen sich optisch hervorragend in Steinfugen.
Die Zwerg-Glockenblume (Campanula cochleariifolia) gehört zur Familie der Glockenblumengewächse (Campanulaceae). Sie ist in den Gebirgsregionen von Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch und besiedelt dort bevorzugt Kalkschutthalden und Felsspalten. Morphologisch zeichnet sie sich durch ihre löffelartigen (cochleariformen) Grundblätter und ihre unterirdischen Ausläufer aus, mit denen sie niedrige Teppiche bildet. Als indigene (einheimische) Art ist sie perfekt an unser Klima angepasst und gilt in der Region als nicht gefährdet.
3 Videos zu Zwerg-Glockenblume



4 Arten interagieren mit dieser Pflanze
3 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
•Foto: © Pawel Gubernat / Adobe Stock
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