
Campanula latifolia
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Arten
Wer die Breitblättrige Glockenblume (Campanula latifolia) einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Mit ihren bis zu fünf Zentimeter großen, violettblauen Glockenblüten und dem stattlichen Wuchs ist sie eine der imposantesten Erscheinungen im Schattengarten. In deinem Naturgarten spielt sie eine zentrale Rolle als Sommer-Tankstelle für spezialisierte Insekten wie die Dunkelgrüne Schmalbiene oder den Hellen Erdhummel-Komplex. Auch der Kleine Fuchs (Aglais urticae) nutzt das reiche Nektarangebot der tiefen Blütenkelche im Juli. Mit dieser Staude wertest du dunkle Gartenwinkel ökologisch massiv auf und bietest seltenen Faltern wie dem Campanula-Blütenspanner (Eupithecia denotata) eine Lebensgrundlage. Gönne deinem Garten diesen majestätischen Blickfang, der zeigt, dass ökologische Funktion und visuelle Pracht Hand in Hand gehen.
Majestätischer Schattenstar: Eine Juli-Tankstelle für Hummeln und seltene Falter.
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Die ökologische Bedeutung dieser Glockenblume ist beachtlich, da sie im Hochsommer (Juli) eine verlässliche Nektarquelle bietet. Nach aktuellen Bestäubungsdaten wird sie regelmäßig vom Hellen Erdhummel-Komplex und der Honigbiene (Apis mellifera) angeflogen. Besonders hervorzuheben ist ihre Rolle für die Dunkelgrüne Schmalbiene, die gezielt nach solchen Glockenblumen sucht. Zudem dient die Pflanze als spezifische Raupenfutterpflanze für den Campanula-Blütenspanner (Eupithecia denotata), dessen Fortbestand eng an das Vorkommen dieser Pflanzengattung geknüpft ist. Da sie im Winter standfeste Kapseln ausbildet, können die darin enthaltenen Samen eine wichtige Nahrungsquelle für heimische Vögel darstellen, sofern die Stängel über den Winter stehen gelassen werden.
Bitte beachte, dass die Breitblättrige Glockenblume nicht als kindersicher eingestuft wird, da sie nicht zum Verzehr geeignet ist. Es besteht jedoch keine Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Arten, sofern man auf die charakteristischen glockenförmigen Blüten achtet. In Haushalten mit sehr kleinen Kindern ist ein Standort im hinteren Bereich des Beetes empfehlenswert.
Licht
Schatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Jul – Jul
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.75 m
Suche für die Pflanze einen Standort im Schatten oder Halbschatten, da sie direkte Mittagssonne meidet.
Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) sein, was einer normalen, nicht austrocknenden Gartenerde entspricht.
Da sie ein Starkzehrer (Pflanze mit hohem Nährstoffbedarf) ist, freut sie sich über eine Gabe von reifem Kompost im Frühjahr.
Die ideale Pflanzzeit liegt im Frühjahr zwischen März und Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden frostfrei ist.
Achte während der Wachstumsphase darauf, dass die Erde gleichmäßig feucht bleibt.
Ein Rückschnitt der verblühten Stängel im Spätsommer kann die Selbstaussaat kontrollieren, ist aber für die Vitalität nicht zwingend notwendig.
Die Vermehrung gelingt am einfachsten durch Teilung des Wurzelstocks im zeitigen Frühjahr.
Gute Partnerin: Die Wald-Simse (Scirpus sylvaticus) – beide teilen die Vorliebe für frische, nährstoffreiche Böden im Halbschatten und ergänzen sich optisch durch ihre unterschiedlichen Wuchsformen.
Die Breitblättrige Glockenblume (Campanula latifolia) gehört zur Familie der Glockenblumengewächse (Campanulaceae) und ist eine indigene (einheimische) Art in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Ihr natürlicher Lebensraum umfasst schattige, nährstoffreiche Laubmischwälder und Hochstaudenfluren (üppige Krautgesellschaften an Waldrändern). Morphologisch zeichnet sie sich durch ihren unverzweigten, kräftigen Stängel und die breit-lanzettlichen Blätter aus, wobei die Blüten im oberen Teil der Pflanze in einer lockeren Traube angeordnet sind. Als ausdauernde Staude überdauert sie den Winter mittels eines kräftigen Wurzelstocks im Boden.
3 Videos zu Breitblättrige Glockenblume



20 Arten interagieren mit dieser Pflanze
1 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_893758495
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →