Bild folgtKI-generierte IllustrationCapra aegagrus
Die Bezoarziege (Capra aegagrus) ist ein kräftig gebautes Huftier mit markanten, säbelförmig nach hinten gebogenen Hörnern und einem meist bräunlich-grauen Fell. Als Stammform unserer Hausziege ist sie ein beeindruckender Kletterkünstler der Gebirgswelt. In Euren Gärten werdet Ihr sie nur antreffen, wenn Ihr in direkter Nähe zu alpinen Steilhängen oder felsigen Mittelgebirgsregionen wohnt. Da diese Tiere reine Pflanzenfresser (Herbivoren) sind, nutzen sie das karge Angebot an Vegetation in ihrem Lebensraum sehr effizient. Als Wiederkäuer (Tiere, die ihre Nahrung mehrfach kauen und in einem komplexen Magensystem verdauen) benötigen sie nach dem Fressen geschützte Ruheplätze. Im Februar befinden sich die Tiere in einer Phase reduzierter Aktivität, um wertvolle Energie zu sparen. Ihr könnt diesen Wildtieren helfen, indem Ihr Durchgänge in Euren Zäunen lasst, damit sie ihre natürlichen Wanderwege nutzen können. Ein naturnaher Garten in Hanglage mit vielen Steinen bietet ihnen zwar keinen direkten Unterschlupf, aber einen vertrauten Raum. Vermeidet bitte unbedingt das Füttern, da dies ihr empfindliches Verdauungssystem stören kann. Achtet darauf, Hunde in Gebieten mit Wildvorkommen stets anzuleinen.
Die Bezoarziege (Capra aegagrus) ist ein wehrhaftes Wildtier, das bei Bedrohung seine Hörner einsetzt, weshalb Ihr unbedingt Abstand halten solltet. Eine Umsiedlung oder Entnahme aus der Natur ist gesetzlich streng untersagt, da sie dem Jagdrecht unterliegt. Sie ist für den Menschen nicht giftig, kann aber bei direkter Konfrontation stoßen.
Die Bezoarziege (Capra aegagrus) gehört zur Familie der Hornträger (Bovidae) und zur Gattung der Ziegen (Capra). Ihr Verbreitungsgebiet umfasst vorrangig gebirgige Regionen von Kleinasien bis in den Kaukasus, wobei sie in Mitteleuropa oft in Gehegen oder speziellen Schutzarealen vorkommt. Diese Tiere erreichen eine Kopf-Rumpf-Länge von bis zu 150 Zentimetern und eine Schulterhöhe von etwa 95 Zentimetern. Sie leben gesellig in Herden, die oft nach Geschlechtern getrennt sind.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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