Bild folgtKI-generierte IllustrationCarabus problematicus Herbst, 1786
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An den feinen, kettenartigen Längsreihen auf seinen schwarzen Flügeldecken lässt sich der Kleine Kettenlaufkäfer (Carabus problematicus) sofort erkennen. Dieser 20 bis 28 Millimeter große Gartenbewohner ist ein unermüdlicher Jäger und für dich äußerst nützlich, da er vorwiegend Nacktschnecken und Insektenlarven frisst. Pro Jahr entwickelt sich eine Generation, wobei das Weibchen etwa 40 bis 60 Eier einzeln in den feuchten Gartenboden ablegt. Im Frühjahr und Sommer ist er oft in der Nähe von Hänge-Birken (Betula pendula) oder Gewöhnlichen Kiefern (Pinus sylvestris) zu finden, da er die dortige Bodenbeschaffenheit schätzt. Die Larven leben ebenfalls räuberisch in der obersten Erdschicht und ernähren sich von kleinen Wirbellosen. Da er apter (flügellos beziehungsweise nicht flugfähig) ist, verbringt er sein gesamtes Leben am Boden. Er überwintert als fertiger Käfer in der Kältestarre (völlige Bewegungslosigkeit bei tiefen Temperaturen) in geschützten Verstecken. Häufig nutzt er dafür morsche Baumstümpfe, Totholzstapel oder dichte Moospolster unter Bäumen. Du kannst diese Art fördern, indem du auf chemische Schneckenbekämpfung verzichtest und naturnahe Ecken im Garten belässt. Ein Stapel aus heimischem Restholz bietet ihm den nötigen Tagesunterschlupf. So bleibt dir dieser fleißige Helfer langfristig erhalten.
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Dieser Käfer ist nach dem Bundesnaturschutzgesetz besonders geschützt und darf weder gefangen noch gestört werden. Er ist für Menschen völlig harmlos, kann aber bei starker Bedrängnis ein übelriechendes Sekret zur Abwehr ausstoßen. Als natürlicher Feind von Schädlingen ist er ein höchst willkommener Gast in jedem ökologisch geführten Garten.
Der Kleine Kettenlaufkäfer gehört zur Familie der Laufkäfer (Carabidae) und ist in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz weit verbreitet. Er ist ein dämmerungs- und nachtaktiver Bodenbewohner, der durch seine flugunfähigen, an der Naht verwachsenen Flügeldecken charakterisiert ist. Mit einer Körperlänge von bis zu 28 Millimetern zählt er zu den stattlichen Vertretern seiner Gattung und besiedelt bevorzugt Wälder und strukturreiche Gärten. Von ähnlichen Laufkäfern unterscheidet er sich durch die spezifische Skulpturierung der Oberseite mit drei Reihen feiner Kettenhöcker auf jedem Flügel.
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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