Bild folgtKI-generierte IllustrationCardamine heptaphylla
Auch bekannt als: Fieder-Zahnwurz
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dokumentiert
Unverwechselbar ist das Fieder-Schaumkraut (Cardamine heptaphylla) an seinen großen, gefiederten Blättern mit meist sieben Einzelblättchen und den hübschen, vierzähligen Blüten in Weiß bis zartem Violett. Diese Staude ist ein wunderbarer Frühlingsbote für die schattigen Ecken deines Gartens, in denen viele andere Pflanzen aufgeben. Für die Tierwelt ist sie von hohem Wert, da sie nach aktuellen Bestäubungsdaten eine wichtige Nahrungsquelle für den Aurorafalter (Anthocharis cardamines) und den Rapsweißling (Pieris napi) darstellt. Wenn du den Unterwuchs unter deinen Hecken ökologisch aufwerten willst, ist diese Art eine hervorragende Wahl. Du holst dir damit ein Stück heimische Waldmagie direkt vor die Terrassentür.
Edler Schattenkünstler und erste Tankstelle für den Aurorafalter.
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In deinem Naturgarten fungiert das Fieder-Schaumkraut als wertvolle Tankstelle im Frühjahr. Besonders der Aurorafalter (Anthocharis cardamines) sucht die Blüten gezielt auf, um Nektar zu sammeln. Auch für den Rapsweißling (Pieris napi) ist die Pflanze eine wichtige Anlaufstelle in der noch blütenarmen Zeit. Da sie bevorzugt auf nährstoffreichen Böden wächst, deutet ihr Gedeihen auf eine gute Bodenqualität hin. Als heimische Waldpflanze bietet sie zudem Deckung für bodennah lebende Insekten während der Austriebsphase im Frühjahr.
Bitte beachte beim Gärtnern, dass das Fieder-Schaumkraut als nicht kindersicher eingestuft wird. Es ist zwar nicht hochgiftig, kann aber bei Verzehr zu Unwohlsein führen, weshalb es außerhalb der Reichweite von Kleinkindern gepflanzt werden sollte. Eine Verwechslung mit stark giftigen Frühlingsblühern ist durch die sehr charakteristischen, gefiederten Blätter nahezu ausgeschlossen.
Licht
Schatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Apr – Mai
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.36 m
Wähle einen Standort im Schatten oder Halbschatten, am besten unter Laubbäumen oder Sträuchern.
Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) sein; Staunässe verträgt die Pflanze jedoch nicht.
Als Starkzehrer (nährstoffreicher/fetter Boden) freut sich das Schaumkraut über eine Gabe von reifem Kompost im Frühjahr.
Die ideale Pflanzzeit ist von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November, solange der Boden frostfrei ist.
Halte die Erde gleichmäßig feucht, besonders in trockenen Frühjahrsmonaten.
Ein Rückschnitt ist nicht notwendig; lass die Blätter nach der Blüte einfach welken, damit die Kraft in den Wurzelstock zurückfließen kann.
Die Vermehrung gelingt am einfachsten durch Teilung des Wurzelstocks im Herbst.
Da die Pflanze NM (nicht-mykorrhizierend - geht keine Pilzsymbiose ein) ist, braucht sie keine speziellen Bodenhilfsstoffe.
Gute Partnerin: Das Echte Lungenkraut (Pulmonaria officinalis) – beide teilen die Liebe zum feuchten Halbschatten und blühen zeitgleich, was ein harmonisches Bild ergibt.
Das Fieder-Schaumkraut gehört zur Familie der Kreuzblütler (Brassicaceae) und ist in den Bergmischwäldern von Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch. Als Indigen (einheimische Art) ist es perfekt an unser Klima angepasst und gilt laut Roter Liste als ungefährdet. Typisch für diesen Starkzehrer (Pflanze mit hohem Nährstoffbedarf) ist der kräftige, kriechende Wurzelstock, der ihm hilft, an schattigen Standorten dichte Bestände zu bilden. Die Pflanze erreicht eine Höhe von etwa 30 bis 60 Zentimetern und blüht oft schon im zeitigen Frühjahr.
3 Videos zu Fieder-Schaumkraut



•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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