
Carduus nutans subsp. nutans
53
Arten
interagieren
71
Interaktionen
dokumentiert
4
Wirtsbeziehungen
Arten
Schon von weitem faellt die Nickende Distel durch ihre purpurfarbenen Blütenköpfe auf, die schwer und anmutig nach unten hängen. Sie ist für Deinen Naturgarten ein echter Gewinn, da sie in den trockenen Sommermonaten eine verlässliche Anlaufstelle für Bestäuber bietet. Nach aktuellen Bestäubungsdaten profitieren vor allem Schmetterlinge wie der Kleine Fuchs (Aglais urticae) und spezialisierte Kuckuckshummeln von ihrem Angebot. Die Pflanze verleiht Deinem Garten eine wilde, ursprüngliche Struktur und zeigt, dass auch wehrhafte Schönheiten ihren Platz verdienen. Wenn Du eine markante Art suchst, die auch mit Hitze gut klarkommt, liegst Du hier genau richtig.
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Diese Distelart ist eine zentrale Tankstelle für unsere heimische Insektenwelt. Nach aktuellen Bestäubungsdaten besuchen vor allem der Kleine Fuchs (Aglais urticae) und die Rotbeinige Furchenbiene (Halictus rubicundus) die nektarreichen Blüten. Auch die Kuckuckshummel (Bombus campestris) sowie die Westliche Kuckuckshummel (Bombus vestalis) sind regelmäßig an den purpurnen Körben zu finden. Sogar kleine Käfer wie der Punktkäfer nutzen die Blüten als Lebensraum. In den Wintermonaten bieten die stehengelassenen Samenstände zudem eine wertvolle Nahrungsquelle für Vögel in der kargen Landschaft.
Die Nickende Distel ist nicht als kindersicher eingestuft, da ihre Blätter und Stängel mit kräftigen Stacheln bewehrt sind, die bei Berührung schmerzhafte Stiche verursachen können. Sie ist jedoch nicht giftig. Es empfiehlt sich, die Pflanze in Gartenbereichen zu platzieren, in denen nicht direkt gespielt wird oder wo ausreichend Abstand zu Laufwegen besteht.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jun – Jul
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.632 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz (Lichtzahl 8), der mindestens sechs Stunden direkte Sonne am Tag erhält.
Boden: Ein normaler Gartenboden mit mittlerem Nährstoffgehalt (Mittelzehrer) ist ideal.
Wasserbedarf: Die Pflanze bevorzugt trockene Standorte (Feuchtezahl 3) und verträgt sommerliche Trockenheit sehr gut.
Kalkwert: Achte auf einen kalkhaltigen oder basischen Boden (Reaktionszahl 7).
Wuchshöhe: Mit genau 1,5 m benötigt sie ausreichend Raum nach oben und zur Seite.
Pflanzzeit: Du kannst sie im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst bis zum ersten Frost setzen.
Pflege: Lass die verblühten Stängel über den Winter stehen, da sie als Winterquartier dienen.
Vermehrung: Die Distel erhält sich durch Selbstaussaat, wenn Du die Samen im Spätsommer reifen lässt.
Pflanzpartner: Die Skabiosen-Flockenblume (Centaurea scabiosa) ist eine ideale Nachbarin, da sie die gleichen kalkreichen Trockenstandorte schätzt.
Die Nickende Distel (Carduus nutans subsp. nutans) gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae). In Deutschland und der Schweiz ist sie heimisch und besiedelt als Archäophyt vor allem Xerothermrasen (warme, trockene Magerwiesen) sowie sonnige Wegränder. Unverwechselbar ist sie durch ihre 1,5 m Wuchshöhe und die charakteristisch geneigten, bis zu 5 Zentimeter breiten Blütenkörbe. Die Pflanze ist zweijährig, bildet im ersten Jahr eine Blattrosette und blüht im zweiten Jahr, bevor sie nach der Samenreife abstirbt.
3 Videos zu Nickende Distel



42 Arten interagieren mit dieser Pflanze
4 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
7 weitere Arten besuchen die Blüten
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_948395126
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