Bild folgtKI-generierte IllustrationCarduus nutans subsp. platylepis
Auch bekannt als: Carduus nutans subsp. platylepis
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
Kaum zu übersehen: Die Breitschuppige Nickende Distel besticht durch ihre großen, purpurfarbenen Blütenköpfe, die charakteristisch nach unten geneigt sind und auf kräftigen, bestachelten Stängeln thronen. In deinem Garten ist diese imposante Erscheinung weit mehr als nur ein Blickfang; sie dient als lebenswichtige Nahrungsquelle für spezialisierte Falter. Besonders Scheckenfalter wie der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) oder die Grisons-Scheckenfalter (Melitaea varia) steuern die nektarreichen Blüten gezielt an. Da sie als Starkzehrer (Pflanzen mit hohem Nährstoffbedarf) gilt, zeigt sie dir genau an, wo dein Boden besonders kraftvoll ist. Wenn du ihr ein sonniges Plätzchen gönnst, wirst du mit einem lebendigen Flattern belohnt, das den ganzen Sommer anhält.
Stattliche 1,5 Meter purpurne Blütenpracht für seltene Scheckenfalter.
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Diese Distelart ist ein wahrer Magnet für Schmetterlinge und nach aktuellen Bestäubungsdaten eine Schlüsselart für seltene Edelfalter. Zu den regelmäßigen Gästen zählen der Amerikanische Distelfalter (Vanessa virginiensis) sowie verschiedene Scheckenfalter-Arten wie Melitaea aetherie oder Melitaea ornata. Die tiefe Struktur der Röhrenblüten bietet reichlich Nektar, der für diese Insekten leicht zugänglich ist. Auch die Spanische Schecke (Euphydryas desfontainii) profitiert von dem energiereichen Angebot. Im Spätherbst und Winter verwandelt sich die Pflanze in eine wertvolle Futterstation für Vögel, die die ölreichen Samen aus den vertrockneten Köpfen picken. Damit unterstützt sie den gesamten Lebenszyklus der heimischen Fauna von der Blütezeit bis in die Frostperiode.
Die Breitschuppige Nickende Distel ist aufgrund ihrer wehrhaften Stacheln an Stängeln und Blättern als nicht kindersicher eingestuft. Es besteht eine mechanische Verletzungsgefahr bei direktem Hautkontakt, weshalb sie nicht direkt an schmalen Gartenwegen stehen sollte. Eine Giftigkeit für Menschen oder Haustiere ist nicht bekannt, dennoch empfiehlt sich ein vorsichtiger Umgang mit festem Schuhwerk.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.632 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz (Lichtwert 8), an dem die Pflanze mindestens sechs bis acht Stunden direkte Sonne bekommt.
Boden: Der Untergrund sollte kalkhaltig (basisch) und sehr nährstoffreich sein, da die Distel ein Starkzehrer ist.
Feuchtigkeit: Die Pflanze bevorzugt trockene Bedingungen (Feuchtewert 3); vermeide Staunässe unbedingt, um Wurzelfäule zu verhindern.
Pflanzzeit: Setze Jungpflanzen im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November), solange der Boden frostfrei ist.
Wuchshöhe: Plane ausreichend Platz ein, da die Pflanze genau 1.5 m hoch wird.
Pflege: Da sie nicht verholzt, kannst du die vertrockneten Stängel im Spätwinter bodennah zurückschneiden.
Vermehrung: Die Pflanze erhält sich durch Selbstaussaat; lasse einige Blütenköpfe für die natürliche Ausbreitung stehen.
Sicherheit: Aufgrund der starken Bestachelung ist sie nicht als kindersicher eingestuft; Handschuhe beim Hantieren sind ratsam.
Pflanzpartner: Der Wiesensalbei (Salvia pratensis) ist eine ideale Begleitung, da er die gleichen kalkreichen, sonnigen Standorte liebt und das Violett der Distel farblich unterstreicht.
Die Breitschuppige Nickende Distel gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) innerhalb der Ordnung der Asternartigen (Asterales). In Deutschland und der Schweiz ist sie indigen, also von Natur aus heimisch, und besiedelt bevorzugt Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) sowie kalkhaltige Ruderalstellen (vom Menschen geprägte Rohböden). Als krautige, nicht verholzte Pflanze erreicht sie eine stattliche Statur. Ihr auffälligstes Merkmal sind die breiten Hüllblätter unter dem Blütenkopf, die sie von der gewöhnlichen Nickenden Distel unterscheiden, während die namensgebende Neigung der Blüte vor Regen schützt und den Zugang für schwere Bestäuber erleichtert.
3 Videos zu Breitschuppige Nickende Distel
6 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →