Bild folgtKI-generierte IllustrationCarex capillaris subsp. capillaris
Auch bekannt als: Carex capillaris subsp. capillaris
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
An den zarten, fast haarfeinen Blütenstielen, die die kleinen Ähren oft leicht überhängen lassen, lässt sich die Haarstiel-Segge (Carex capillaris subsp. capillaris) sofort erkennen. In deinem Naturgarten ist dieses zierliche Gras ein wertvoller Baustein für feuchte, kalkreiche Standorte, die oft schwer zu bepflanzen sind. Besonders Schmetterlinge wie der Rostfarbige Dickkopffalter (Ochlodes sylvanus) oder das seltene Wald-Wiesenvögelchen (Coenonympha hero) profitieren von ihrer Anwesenheit als Lebensraum. Wenn du ein Herz für die feinen Details der Natur hast, wird dir diese Segge viel Freude bereiten.
Alpine Eleganz auf 15 Zentimetern: Ein feiner Host für seltene Dickkopffalter.
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Diese Segge ist ein wichtiger Lebensraum für spezialisierte Falterarten. Nach aktuellen Bestäubungsdaten suchen der Rostfarbige Dickkopffalter (Ochlodes sylvanus) und der Schwarzkolbige Braun-Dickkopffalter (Thymelicus lineola) die Pflanze auf. Auch für bedrohte Arten wie das Stromtal-Wiesenvögelchen (Coenonympha oedippus) und den Gelbringfalter (Lopinga achine) stellt sie eine wertvolle Ressource dar. Die Ausbreitung erfolgt über sehr leichte Samen (0.5917 mg), die vom Wind oder über weitere Distanzen getragen werden und Vögeln im Winter als winzige Futterportionen dienen. Zudem geht sie eine Arbuskuläre Mykorrhiza (AM) ein, eine Symbiose mit Bodenpilzen, die den Nährstoffaustausch verbessert.
Die Haarstiel-Segge gilt in der Gartenplanung als nicht uneingeschränkt kindersicher. Wie bei vielen Sauergräsern können die Blattränder scharfkantig sein und bei unvorsichtigem Hantieren zu kleinen Schnittwunden führen. Im Falle von Unfällen oder bei Unwohlsein nach Kontakt ist der Giftnotruf unter 0228 19 240 erreichbar, auch wenn die Pflanze selbst nicht als klassische Giftpflanze geführt wird.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.15 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz (Lichtzahl 8), an dem die Pflanze mindestens sechs Stunden direktes Sonnenlicht erhält.
Bodenfeuchte: Der Untergrund sollte stets feucht (Feuchtezahl 7) gehalten werden; die Pflanze verträgt keine Austrocknung.
Nährstoffe: Als Schwachzehrer (Magerkeitszeiger) benötigt sie einen nährstoffarmen Boden; dünge sie daher niemals.
Bodenbeschaffenheit: Achte auf einen kalkhaltigen oder basischen Boden (Reaktionszahl 8), da sie empfindlich auf saure Bedingungen reagiert.
Pflanzzeit: Setze die Segge im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November), sofern der Boden offen ist.
Wuchshöhe: Beachte bei der Planung die geringe Höhe von 0.15 m, damit sie nicht von größeren Nachbarn beschattet wird.
Pflege: Lass die Halme über den Winter stehen, um die Pflanze zu schützen.
Pflanzpartner: Die Sumpf-Herzblatt (Parnassia palustris) ist eine ideale Nachbarin, da sie die gleichen Ansprüche an Kalk und Feuchtigkeit teilt.
Die Haarstiel-Segge gehört zur Familie der Sauergrasgewächse (Cyperaceae) und ist eine indigene (einheimische) Art, die vor allem in alpinen und nördlichen Regionen vorkommt. Ihr natürlicher Lebensraum sind kalkreiche Niedermoore und feuchte Magerwiesen, die durch einen geringen Nährstoffgehalt geprägt sind. Mit einer Wuchshöhe von genau 0.15 m bleibt sie sehr niedrig und bildet dichte, kleine Horste (grasige Büschel). Botanisch auffällig sind ihre namensgebenden, kapillarartigen (haarfeinen) Stiele, an denen die Ährchen hängen.
1 Video zu Haarstiel-Segge
8 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →