Bild folgtKI-generierte IllustrationCarex fuliginosa subsp. fuliginosa
Auch bekannt als: Carex fuliginosa subsp. fuliginosa
8
Arten
interagieren
9
Interaktionen
dokumentiert
Du erkennst die Ruß-Segge an ihrem horstartigen Wuchs und den charakteristischen, sehr dunkel gefärbten Ähren, die im Wind sanft hin- und herwiegen. Da sie mit genau 0,13 m Wuchshöhe sehr klein bleibt, ist sie ein ideales Element für kühle Steingärten oder Alpinarien. In Deinem Garten förderst Du damit eine seltene Art der Roten Liste, die besonders für spezialisierte Falter wie den Rostfarbigen Dickkopffalter (Ochlodes sylvanus) und das Wald-Wiesenvögelchen (Coenonympha hero) von Bedeutung ist. Wer diese Segge pflanzt, schafft einen wertvollen Rückzugsort für alpine Insektenspezialisten. Wenn Du einen kühlen Platz mit magerem Boden hast, ist sie genau die richtige Wahl für Dich.
Alpine Seltenheit: Nur 13 cm hoch und ein Refugium für seltene Wiesenvögelchen.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
network_loading_state
Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist diese kleine Segge eine wichtige Ressource für verschiedene Schmetterlingsarten. Besonders der Rostfarbige Dickkopffalter (Ochlodes sylvanus) und der Schwarzkolbige Braun-Dickkopffalter (Thymelicus lineola) nutzen sie als Lebensraum. Auch für gefährdete Arten wie das Stromtal-Wiesenvögelchen (Coenonympha oedippus) und den Gelbringfalter (Lopinga achine) stellt sie eine ökologische Bereicherung dar. Da die Pflanze Mykorrhiza (eine Lebensgemeinschaft zwischen Pilzen und Wurzeln) vom Typ AM eingeht, stärkt sie zudem das Bodennetzwerk Deines Gartens. Im Winter bieten die verbliebenen Halme Schutz für bodenbewohnende Insektenlarven.
Die Ruß-Segge wird als nicht kindersicher eingestuft. Wie viele Sauergräser besitzt sie scharfkantige Blätter, die bei unvorsichtigem Hantieren zu oberflächlichen Schnittwunden führen können. Sie ist zwar nicht giftig, sollte aber dennoch außerhalb von direkten Spielzonen gepflanzt werden, um Verletzungen zu vermeiden.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Sauer (Säurezeiger)
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Blattphänologie
Immergrün
Pflanzenhöhe
0.131 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz, da die Pflanze ein extremes Lichtbedürfnis hat (Ellenberg Licht 9).
Boden: Der Untergrund muss mager (nährstoffarm) und kalkfrei sein; die Segge ist eine Schwachzehrerin auf saurem Boden.
Feuchtigkeit: Achte auf eine frische, also mäßig feuchte Bodenbeschaffenheit ohne Staunässe.
Pflanzzeit: Setze junge Pflanzen idealerweise im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November) bei frostfreiem Boden.
Wuchshöhe: Mit 0,13 m ist die Pflanze sehr kompakt; ein Rückschnitt ist nicht erforderlich.
Pflege: Lasse die Halme über den Winter stehen, um das Herz der Pflanze vor Frost zu schützen.
Bodenvorbereitung: Bei zu schweren Böden solltest Du Sand einarbeiten, um den Boden abzumagern und die Drainage zu verbessern.
Gute Partnerin: Die Besenheide (Calluna vulgaris) — sie teilt die Vorliebe für saure, magere Standorte und ergänzt die Segge optisch hervorragend.
Die Ruß-Segge gehört zur Familie der Sauergrasgewächse (Cyperaceae) und ist eine heimische Art, die vor allem in den Gebirgsregionen Mitteleuropas vorkommt. Ihr natürlicher Lebensraum sind alpine Magerrasen (nährstoffarme Wiesen) auf kalkfreiem, saurem Untergrund. Morphologisch zeichnet sie sich als Gras durch ihre Breitblättrigkeit aus, was sie von vielen feineren Seggenarten unterscheidet. Trotz ihrer geringen Höhe von 0,13 m ist sie sehr widerstandsfähig gegenüber Kälte und rauen klimatischen Bedingungen.
1 Video zu Ruß-Segge
8 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →