Bild folgtKI-generierte IllustrationCarex oederi
Auch bekannt als: Carex oederi, Späte Gelbsegge & Grüngelbe Segge
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
Auffällig sind bei der Oeder-Segge (Carex oederi) ihre kompakten, gelblich-grünen Blütenstände, die oft gedrängt am Ende der Halme sitzen. Als typisches Sauergrasgewächs (Pflanzenfamilie der feuchten Standorte) ist sie im Naturgarten ein echtes Juwel für feuchte Senken oder Teichränder. Besonders Schmetterlinge wie der Rostfarbige Dickkopffalter (Ochlodes sylvanus) oder der Schwarzkolbige Dickkopffalter (Thymelicus lineola) nutzen sie als wichtige Lebensgrundlage. Wenn du einen eher nassen Gartenbereich hast, machst du mit dieser Segge alles richtig. Sie bringt Struktur und ökologischen Wert in Zonen, in denen andere Pflanzen aufgeben.
Strukturgeber für Feuchtstellen und Kinderstube für seltene Wiesenvögelchen.
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Die Oeder-Segge ist eine wertvolle Futterquelle für spezialisierte Falterarten. Nach aktuellen Bestäubungsdaten profitieren Schmetterlinge wie das seltene Moor-Wiesenvögelchen (Coenonympha oedippus) und der Gelbringfalter (Lopinga achine) von ihrem Vorhandensein. Auch der Rostfarbige Dickkopffalter (Ochlodes sylvanus) und der Wald-Wiesenvögelchen (Coenonympha hero) nutzen diese Segge. Die Raupen finden an den Blättern ihre Nahrung, während die dichten Horste im Winter Schutz für verschiedene Kleintiere bieten. Damit unterstützt du aktiv den Erhalt gefährdeter Arten, die auf Feuchtlebensräume spezialisiert sind.
Die Oeder-Segge gilt als nicht kindersicher. Das liegt vor allem an den scharfen Kanten der Blätter, an denen sich Kinder beim Spielen leicht schneiden können. Sie ist jedoch nicht giftig, sodass für Haustiere keine Gefahr durch Inhaltsstoffe besteht. Trage beim Rückschnitt am besten Handschuhe.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Mai – Okt
Wuchsform
Gras
Wähle einen vollsonnigen bis halbschattigen Standort, idealerweise an einem Teichrand oder in einer feuchten Senke.
Der Boden sollte dauerhaft feucht bis nass sein und eher wenig Nährstoffe enthalten.
Pflanzzeit: Nutze das Frühjahr (März bis Mai) oder den Herbst (September bis November), um die Jungpflanzen zu setzen.
Halte einen Pflanzabstand von etwa 25 Zentimetern ein, damit die einzelnen Horste zur Geltung kommen.
Da die Art eine AM-Mykorrhiza (Symbiose mit Bodenpilzen) eingeht, solltest du auf mineralischen Dünger verzichten.
Ein Rückschnitt der alten Halme sollte erst im späten Winter erfolgen, um Überwinterungsquartiere nicht zu stören.
Die Vermehrung klappt am besten durch Teilung der Horste im zeitigen Frühjahr.
Gute Partnerin: Sumpf-Vergissmeinnicht (Myosotis scorpioides) – es liebt die gleiche Feuchtigkeit und ergänzt die Segge farblich perfekt.
Die Oeder-Segge gehört zur Familie der Sauergrasgewächse (Cyperaceae) und ist eine charakteristische Art unserer heimischen Feuchtwiesen und Moorränder. Ihr natürlicher Lebensraum umfasst Flachmoore und Uferzonen, die durch kalkarme, aber oft basenreiche Bedingungen geprägt sind. Als Gras wächst sie horstig (in dichten Büscheln) und bildet keine weitreichenden Ausläufer. Ein morphologisches (gestaltliches) Merkmal ist der meist dreikantige Stängel, der typisch für die Gattung der Seggen (Carex) ist und sie von den meist rundstängeligen echten Gräsern unterscheidet.
8 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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