Bild folgtKI-generierte IllustrationCarex rupestris
Auch bekannt als: Carex rupestris
8
Arten
interagieren
9
Interaktionen
dokumentiert
An ihrem kompakten, polsterartigen Wuchs von nur 8 Zentimetern lässt sich die Felsen-Segge (Carex rupestris) sofort erkennen. In deinem Garten ist dieses Sauergras ein echter Schatz für den Artenschutz, da es auf der Roten Liste als extrem gefährdet (Status 1) geführt wird. Nach aktuellen Bestäubungsdaten profitieren vor allem Schmetterlinge wie der Rostfarbige Dickkopffalter (Ochlodes sylvanus) und der Schwarzkolbige Braun-Dickkopffalter (Thymelicus lineola) von ihrer Anwesenheit. Wer seltene alpine Lebensräume im Kleinen fördern möchte, liegt mit dieser Pflanze genau richtig. Wenn du einen Steingarten oder alpine Tröge besitzt, kannst du mit dieser indigenen (einheimischen) Art einen wertvollen Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt leisten.
Alpine Seltenheit für den Steingarten: 8 Zentimeter purer Artenschutz.
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Obwohl sie unscheinbar wirkt, ist die Felsen-Segge eine wichtige Futterpflanze für spezialisierte Falter. Besonders das Stromtal-Wiesenvögelchen (Coenonympha oedippus) und das Rotbraune Wiesenvögelchen (Coenonympha dorus) werden von ihr angezogen. Auch seltenere Arten wie der Waldteufel (Lopinga achine) oder das Weißbindige Wiesenvögelchen (Coenonympha hero) nutzen diesen Lebensraum. Da die Pflanze in Deutschland extrem selten ist, bietet jeder Gartenstandort ein wichtiges Trittsteinbiotop. Die Samen können im Winter zudem kleineren Vögeln als Nahrung dienen, wenn sie über der Schneedecke stehen bleiben.
Die Felsen-Segge wird als nicht kindersicher eingestuft. Dies liegt vor allem an den scharfen Kanten der Blätter, die typisch für viele Sauergrasgewächse sind und zu kleinen Schnittverletzungen an empfindlicher Haut führen können. Sie ist jedoch nicht als Giftpflanze bekannt.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jun – Jul
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.076 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Lichtbedarf: Wähle einen vollsonnigen Platz (Lichtzahl 9), da die Segge direkte Einstrahlung ohne Schatten benötigt.
Bodenbeschaffenheit: Der Boden muss kalkhaltig und basisch (Reaktionswert 7) sowie sehr nährstoffarm sein; dünge sie niemals.
Feuchtigkeit: Sie bevorzugt frische bis mäßig trockene Bedingungen; Staunässe ist unbedingt zu vermeiden.
Pflanzung: Setze sie im Frühjahr (März bis Mai) oder Herbst (September bis November) in den Boden.
Wuchshöhe: Beachte bei der Planung die sehr geringe Höhe von exakt 0,08 m.
Pflege: Ein Rückschnitt ist nicht erforderlich; lass die Pflanze über den Winter stehen.
Vermehrung: Die Pflanze geht eine AM-Mykorrhiza (eine Symbiose mit Bodenpilzen) ein, was ihre Nährstoffaufnahme an kargen Standorten verbessert.
Gute Partnerin: Die Weiße Silberwurz (Dryas octopetala) – sie teilt die Vorliebe für kalkreiches Gestein und bildet einen wunderschönen, natürlichen Teppich.
Die Felsen-Segge gehört zur Familie der Sauergrasgewächse (Cyperaceae) und ist eine ausdauernde, nicht verholzende Pflanze. In der Natur besiedelt sie kalkhaltige Standorte in den Alpen sowie im Norden, meist auf mageren, felsigen Böden. Morphologisch fällt sie durch ihre breitblättrige Struktur und den niedrigen Wuchs auf, wobei sie als Archäophyt (eine Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde) oder indigen gilt. Sie ist perfekt an kaltes Klima und nährstoffarme Verhältnisse angepasst, was sie zu einer Spezialistin für extreme Lagen macht.
2 Videos zu Felsen-Segge
8 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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