Bild folgtKI-generierte IllustrationCarlina biebersteinii subsp. biebersteinii
Typisch für die Langblättrige Eberwurz sind ihre silberglänzenden, strohigen Hüllblätter, welche die Blütenköpfe wie ein schützender Strahlenkranz umgeben. Mit ihrer kompakten Wuchshöhe von 0,24 m und den dornig gezähnten Blättern ist sie eine charakteristische Bewohnerin unserer heimischen Kalk-Magerrasen. Da sie in Deutschland auf der Roten Liste steht, leistet du mit ihrer Ansiedlung einen wertvollen Beitrag zum Erhalt einer selten gewordenen Wildpflanze. Sie ist eine ideale Wahl für dich, wenn du sonnige, karge Gartenbereiche ökologisch aufwerten möchtest. Hast du schon einen passenden Platz für diese kleine Überlebenskünstlerin gefunden?
Silberner Glanz für karge Böden: Schütze eine gefährdete Schönheit im Garten.
Die ökologische Bedeutung dieser Art liegt vor allem in ihrer Spezialisierung auf nährstoffarme Standorte. Nach aktuellen Daten verbreitet sie ihre Samen als sehr leichte Diasporen (Ausbreitungseinheiten) mit einem Gewicht von nur 1,23 mg über den Wind. Im Boden geht sie eine Lebensgemeinschaft mit Pilzen ein, die Arbuskuläre Mykorrhiza (eine Symbiose zur besseren Nährstoffaufnahme) genannt wird. Da die Art in Deutschland gefährdet ist, fungiert dein Garten als wichtiger Trittsteinbiotop. Die stehengelassenen, trockenen Blütenstände bieten zudem eine wichtige Struktur im winterlichen Garten und dienen als natürliches Reservoir für die Windausbreitung im nächsten Frühjahr.
Die Langblättrige Eberwurz gilt als nicht kindersicher, was vor allem an ihren dornig bewehrten Blatträndern liegt. Diese können bei Berührung zu schmerzhaften Stichen führen, weshalb du beim Pflanzen Handschuhe tragen solltest. Für Haustiere ist sie aufgrund der Wehrhaftigkeit ihrer Blätter meist uninteressant und stellt keine Gefahr dar.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.243 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Licht: Wähle einen vollsonnigen Standort (Lichtzahl 7), damit sich die Blüten gut öffnen.
Boden: Der Untergrund sollte mager sein (Schwachzehrer), verzichte daher unbedingt auf Dünger.
Feuchtigkeit: Die Pflanze bevorzugt frische, also mäßig feuchte Bedingungen (Feuchtezahl 4), verträgt aber keine Staunässe.
Kalkbedarf: Achte auf einen kalkhaltigen oder basischen Boden (Reaktionszahl 7).
Pflanzzeit: Setze die Eberwurz im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November) bei frostfreiem Boden.
Platzbedarf: Berücksichtige bei der Planung die endgültige Wuchshöhe von genau 0,24 m.
Winterpflege: Lass die verblühten Stängel bis zum Frühjahr stehen, um die natürliche Vermehrung zu fördern.
Pflanzpartner: Die Aufrechte Trespe (Bromus erectus) ist eine ideale Partnerin – beide kommen in der Natur gemeinsam auf kalkreichen Magerwiesen vor.
Die Langblättrige Eberwurz (Carlina biebersteinii subsp. biebersteinii) gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und ist in Deutschland sowie der Schweiz indigen (einheimisch). Ihr natürlicher Lebensraum sind kalkhaltige Magerwiesen und alpine Rasen in kühleren Regionen. Morphologisch besticht sie durch ihre distelähnliche Gestalt, bleibt jedoch mit 0,24 m recht niedrig. Eine Besonderheit ist ihre geringe Blattfläche von 79,0 mm², eine Anpassung an sonnige Standorte, um die Verdunstung zu reduzieren. Als Archäophyt (eine Pflanzenart, die vor 1492 bei uns heimisch wurde) ist sie tief in unserer Kulturlandschaft verwurzelt.
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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