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Carlina biebersteinii subsp. brevibracteata
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Auch bekannt als: Carlina biebersteinii subsp. brevibracteata
5
Arten
interagieren
6
Interaktionen
dokumentiert
Du erkennst die Mittlere Eberwurz (Carlina biebersteinii subsp. brevibracteata) an ihren silbrig glänzenden, strohigen Hochblättern, die wie ein Kranz um das zentrale Blütenkörbchen angeordnet sind. Diese nur 0,24 m kleine Wildpflanze ist ein wahrer Schatz für den Naturgarten, da sie auf der Roten Liste (Stufe 2) steht und somit als stark gefährdet gilt. Besonders Schmetterlinge wie der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) oder der Östliche Scheckenfalter (Melitaea ornata) profitieren von ihrem Nektarangebot. Mit ihrer späten Blütezeit stabilisiert sie das Nahrungsnetz in deinem Garten bis in den September hinein. Wenn du einen sonnigen Platz mit magerem Boden hast, leistest du mit dieser Art einen ganz konkreten Beitrag zum regionalen Artenschutz.
Seltene Silber-Schönheit: Ein 0,24 m kleiner Rettungsanker für Scheckenfalter.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist die Mittlere Eberwurz eine lebenswichtige Tankstelle für spezialisierte Schmetterlingsarten. Besonders Scheckenfalter wie der Flachland-Scheckenfalter (Melitaea aetherie), der Alpen-Scheckenfalter (Melitaea varia) und der Amerikanische Distelfalter (Vanessa virginiensis) suchen die Blüten auf. Die Samen sind mit 1,23 mg sehr leicht, was eine Fernausbreitung durch den Wind ermöglicht und sie zu einer wertvollen Nahrungsquelle für Vögel in der kargen Jahreszeit macht. Da sie als Mykorrhiza-Pflanze (Symbiose zwischen Pilz und Wurzel) vom Typ AM (Arbuskuläre Mykorrhiza) lebt, fördert sie zudem ein gesundes Bodenleben. Ihr Wert für die Biodiversität ist durch ihre Seltenheit und die Bindung an spezialisierte Insekten überdurchschnittlich hoch.
Die Mittlere Eberwurz wird als nicht kindersicher eingestuft, da ihre Blätter und Blütenhüllblätter mit spitzen Stacheln bewehrt sind. Diese können bei unvorsichtiger Handhabung zu schmerzhaften Stichen führen. Trage bei Pflanzarbeiten daher stets feste Gartenhandschuhe. Eine Giftwirkung für Menschen oder Haustiere ist nicht bekannt, dennoch sollte der Kontakt in Bereichen mit spielenden Kleinkindern gemieden werden.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
—
Blütezeit
Jul – Sep
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0,243 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Die Mittlere Eberwurz gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und ist eine indigen (einheimisch) vorkommende Art in Deutschland und der Schweiz. Ihr natürlicher Lebensraum sind meist Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) oder montane Magerrasen, was sich in ihrer Vorliebe für kühle, aber sehr lichtreiche Standorte widerspiegelt. Morphologisch zeichnet sie sich als krautige, nicht verholzte Pflanze mit distelähnlich bewehrten, breitblättrigen Blättern aus. Im Gegensatz zur bekannteren Silberdistel (Carlina acaulis) sitzt ihre Blüte auf einem deutlich erkennbaren Stängel, der hier eine spezifische Wuchshöhe von 0,24 m erreicht.
5 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•TraitCH — CC BY 4.0TraitCH 2.0 contributors; imported as source-preserving NaturKompass taxon evidence.
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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Stand: 18.12.2025. Korrekturen können über das Feedback-Formular gemeldet werden.