Bild folgtKI-generierte IllustrationCarum carvi
Auch bekannt als: Carum carvifolium
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
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Wirtsbeziehungen
Arten
Wer den Wiesen-Kümmel (Carum carvi) einmal gesehen hat, vergisst ihn nicht: Mit seinen fein gefiederten Blättern und den zarten, weißen Doppeldolden (schirmförmige Blütenstände) ist er eine Zierde für jede Wiese. In deinem Naturgarten ist er unverzichtbar, da er als wichtige Raupenfutterpflanze für den Schwalbenschwanz (Papilio machaon) dient. Auch seltene Gäste wie die Schafgarben-Silbereule (Macdunnoughia confusa) finden an seinen Blüten reichlich Nahrung. Da er zweijährig ist, bringt er Dynamik in deine Beete und sorgt durch Selbstaussaat immer wieder für neue Akzente. Schau doch mal genau hin, ob du die filigranen Halme bei dir im Garten ansiedeln möchtest.
Unverzichtbare Kinderstube für den Schwalbenschwanz von April bis September.
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Der Wiesen-Kümmel (Carum carvi) ist eine ökologische Schlüsselart für viele Insekten. Nach aktuellen Bestäubungsdaten profitieren besonders die Rübsenblattwespe (Athalia rosae) sowie spezialisierte Käfer wie der Halskäfer und die Bockkäferart Dinoptera collaris (Linnaeus, 1758) von seinem Nektarangebot. Eine herausragende Bedeutung hat er als Kinderstube für den Schwalbenschwanz (Papilio machaon), dessen Raupen an dem feinen Laub fressen. Auch der Schnellkäfer Athous subfuscus (Müller, 1764) wird regelmäßig an den Blüten gesichtet. Während der langen Blütezeit von April bis September herrscht an den Dolden ein reges Treiben unterschiedlichster Bestäuber.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Apr – Sep
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.44 m
Standort: Such dir für den Kümmel ein vollsonniges Plätzchen in deinem Garten aus.
Boden: Er ist ein Mittelzehrer (Pflanze mit mittlerem Nährstoffbedarf) und kommt daher mit normalem Gartenboden bestens zurecht.
Feuchtigkeit: Der Boden sollte „frisch“ sein, was im Gärtnerjargon mäßig feucht bedeutet; Staunässe mag er allerdings gar nicht.
Pflanzzeit: Du kannst ihn im Frühling von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November setzen, solange kein Bodenfrost herrscht.
Lebenszyklus: Beachte, dass er zweijährig wächst; er blüht also erst im zweiten Standjahr und stirbt nach der Samenreife ab.
Vermehrung: Damit er dir erhalten bleibt, solltest du die Samenstände im Spätsommer stehen lassen, damit er sich selbst aussäen kann.
Pflege: Ein Rückschnitt ist erst nach der vollständigen Samenreife oder im ausgehenden Winter nötig.
Kombinationsempfehlung: Ein idealer Partner ist die Gemeine Schafgarbe (Achillea millefolium).
Ökologische Begründung: Beide Arten teilen sich denselben Standort und ergänzen sich perfekt als Nahrungsquelle für Schwebfliegen und kleine Käfer.
Der Wiesen-Kümmel (Carum carvi) ist eine krautige Pflanze, die in Deutschland, Österreich und der Schweiz als indigen (einheimisch) oder Archäophyt (eine bereits vor 1492 eingeführte Art) gilt. Er besiedelt bevorzugt Frischwiesen (mäßig feuchte Wiesen) und ist in der gesamten Region verbreitet. Morphologisch zeichnet er sich durch seine hohlen, gefurchten Stängel und die charakteristischen Doldenblüten aus. Als zweijährige Art bildet er im ersten Jahr eine Pfahlwurzel sowie eine Blattrosette und gelangt erst im zweiten Jahr zur vollen Blüte.
3 Videos zu Wiesen-Kümmel



47 Arten interagieren mit dieser Pflanze
37 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →