Bild folgtKI-generierte IllustrationCentaurea decipiens
Auch bekannt als: Centaurea decipiens
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Arten
interagieren
8
Interaktionen
dokumentiert
An den leuchtend purpurfarbenen Körbchenblüten, deren äußere Hüllblätter auffällig fedrig gefranst sind, lässt sich die Kleinfedrige Flockenblume (Centaurea decipiens) sofort erkennen. Sie ist eine wertvolle Bereicherung für deinen Naturgarten, da sie als lebenswichtige Nektarquelle für spezialisierte Schmetterlinge wie den Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) dient. Auch die Steinhummel (Bombus lapidarius) gehört zu ihren regelmäßigen Gästen. Wenn du eine robuste Wildstaude suchst, die auch in trockenen Sommern zuverlässig blüht, triffst du mit dieser Art eine hervorragende Wahl für die Artenvielfalt auf deinem Grundstück.
Farbenfrohe Nektartankstelle: Magnet für sechs seltene Scheckenfalter-Arten.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist diese Art eine Schlüsselpflanze für zahlreiche bedrohte Tagfalter. Besonders Scheckenfalter wie der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) und der Ostwestliche Scheckenfalter (Melitaea ornata) nutzen sie als wichtige Energiequelle. Auch seltenere Arten wie der Algerische Scheckenfalter (Melitaea aetherie) und der Magerrasen-Scheckenfalter (Melitaea varia) profitieren von ihrem Nektar. Neben den Schmetterlingen suchen Wildbienen wie die Hosenbiene und die Steinhummel die Blüten regelmäßig auf. Wenn du die verblühten Fruchtstände über den Winter stehen lässt, bietest du zudem vielen Vögeln eine wertvolle natürliche Nahrungsquelle in Form von Samen.
Die Kleinfedrige Flockenblume (Centaurea decipiens) wird in Fachdatenbanken als nicht kindersicher eingestuft. Achte daher darauf, dass Kinder im Garten keine Pflanzenteile in den Mund nehmen. Im Falle eines versehentlichen Verzehrs oder bei Unsicherheiten kontaktiere bitte umgehend den Giftnotruf unter der Telefonnummer 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Jun – Aug
Bioregion
Continental
Sonne tanken: Wähle einen vollsonnigen Platz (Lichtwert 8), der täglich mindestens sechs Stunden direkte Sonne erhält.
Wärme nutzen: Ein mäßig warmer Standort (Temperaturwert 6), etwa in der Nähe einer Steinmauer, ist ideal.
Bodenbeschaffenheit: Die Pflanze bevorzugt eher magere, durchlässige Böden und verträgt keine Staunässe.
Pflanzzeit Frühjahr: Setze junge Stauden zwischen März und Mai in die Erde.
Pflanzzeit Herbst: Auch von September bis November ist das Pflanzen möglich, solange der Boden frostfrei ist.
Pflege: Schneide die verblühten Stängel erst im zeitigen Frühjahr zurück, um Überwinterungsplätze für Insekten zu erhalten.
Vermehrung: An zusagenden Stellen sorgt die Pflanze durch Selbstaussaat zuverlässig für Nachkommen.
Gute Partnerin: Die Gemeine Schafgarbe (Achillea millefolium) ist eine ideale Nachbarin, da sie ähnliche Ansprüche an Trockenheit stellt und das Blütenbild ökologisch sinnvoll ergänzt.
Die Kleinfedrige Flockenblume gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und ist in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz heimisch. Ihr natürlicher Lebensraum sind Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen), wo sie als Indigen (einheimische Art) wichtige ökologische Nischen besetzt. Du erkennst sie an ihrem aufrechten Wuchs und den charakteristischen Blütenköpfen, die sich aus zahlreichen Röhrenblüten zusammensetzen. Eine Besonderheit ist ihre Symbiose mit AM-Mykorrhiza (speziellen Bodenpilzen), welche die Pflanze bei der Aufnahme von Nährstoffen und Wasser unterstützen.
3 Videos zu Kleinfedrige Flockenblume



8 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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