
Centaurea phrygia
Auch bekannt als: Centaurea phrygia
Artengruppe
16
Arten
interagieren
206
Interaktionen
dokumentiert
Typisch für die Phrygische Flockenblume sind die gefransten, fast schwarzen Anhängsel an den Knospen, die wie kleine Federn wirken, bevor sich die leuchtend purpurfarbenen Blütenkörbe öffnen. Diese ausdauernde Wildpflanze ist ein echter Überlebenskünstler, der in unseren Breiten leider immer seltener wird und auf der Roten Liste steht. Für deinen Naturgarten ist sie ein Gewinn, da sie spezialisierten Faltern wie dem Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) oder dem Kleinen Scheckenfalter (Melitaea varia) eine lebensnotwendige Nahrungsquelle bietet. Mit ihrer robusten Art bringt sie eine natürliche Wildwiesen-Ästhetik in deine Beete, die kaum Pflege braucht. Du tust mit ihrer Ansiedlung aktiv etwas gegen das Artensterben direkt vor deiner Haustür.
Rettungsinsel für Scheckenfalter: Die bedrohte Schönheit mit den Federknospen.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist diese Flockenblume eine Schlüsselart für bedrohte Scheckenfalter. Besonders Arten wie der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) und der Algerische Scheckenfalter (Melitaea aetherie) nutzen sie intensiv. Auch der Amerikanische Distelfalter (Vanessa virginiensis) wird von den nektarreichen Korbblüten angezogen. Mit einem Diasporengewicht von nur 2,3 mg sind die Samen sehr leicht und dienen im Herbst als wertvolle Nahrung für windverbreitende Mechanismen und kleine Samenfresser. Da die Pflanze in der Natur als gefährdet (Rote Liste 3) gilt, fungiert dein Garten als wichtiger Trittsteinbiotop (vernetzender Lebensraum) für den Erhalt dieser regionalen Biodiversität.
Die Phrygische Flockenblume gilt als nicht kindersicher, da sie bei empfindlichen Personen bei Hautkontakt leichte Irritationen auslösen kann. Sie ist jedoch nicht als stark giftig eingestuft. Zur allgemeinen Sicherheit im Garten mit Kindern gilt: Pflanzen sind zum Anschauen da, nicht zum Verzehr. Im Falle von Unwohlsein nach versehentlichem Verschlucken kontaktieren Sie den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jul – Aug
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Nektarwert
5
Pollenwert
5
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.403 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz, da die Pflanze viel Licht für eine kräftige Blüte benötigt.
Boden: Ein normaler Gartenboden (Mittelzehrer) ist ideal. Achte darauf, dass die Erde weder extrem mager noch überdüngt ist.
Feuchtigkeit: Halte den Boden „frisch“, also mäßig feucht. Sie mag keine staubtrockenen Plätze, aber auch keine Staunässe (stehendes Wasser).
Pflanzzeit: Setze junge Pflanzen am besten im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November), solange der Boden frostfrei ist.
Pflanzabstand: Lasse etwa 30 bis 40 cm Platz zur nächsten Pflanze, damit sie sich gut ausbreiten kann.
Pflege: Ein Rückschnitt ist im Herbst nicht zwingend nötig; lasse die Stängel für die Winterstruktur stehen.
Vermehrung: Die leichten Samen (Diasporen) werden durch den Wind verbreitet, was eine natürliche Selbstaussaat fördert.
Pflanzpartner: Die Wiesen-Glockenblume (Campanula patula) ist eine hervorragende Partnerin, da sie ähnliche Ansprüche an frische Standorte stellt und das lila Farbspiel ergänzt.
Die Phrygische Flockenblume (Centaurea phrygia) gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae). Sie ist in Deutschland und Österreich heimisch und besiedelt natürlicherweise frische Bergwiesen oder lichte Waldränder. Markant sind ihre Hüllblätter (die Schuppenblätter direkt unter der Blüte), die lang gefranste, meist dunkelbraune bis schwarze Anhängsel besitzen. Als Halblicht- bis Lichtpflanze ist sie an kühleres, oft nordisches oder alpines Klima angepasst, kommt aber in Gärten wunderbar mit normalen, nicht zu heißen Standorten zurecht. Sie wächst krautig und bildet keine verholzten Teile aus.
3 Videos zu Phrygische Flockenblume (Artengruppe)



16 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•EuPPollNet — Kuppler et al. (2025), DOI: 10.1111/geb.70000 (CC BY 4.0)
•Database of Pollinator Interactions (DoPI) — Pocock et al. (2022), DOI: 10.1002/ecy.3801 (CC BY)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_863224350
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