Bild folgtKI-generierte IllustrationCentaurea phrygia agg.
Artengruppe
Wer die Phrygische Flockenblume (Centaurea phrygia agg.) einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Die tief geschlitzten, fast schwarzen Fransen an den Blütenhüllen verleihen ihr ein unverwechselbares, fast struppiges Aussehen. Als gefährdete Wildart der Roten Liste (Stufe 3) ist sie ein wertvoller Beitrag zum Artenschutz in deinem Garten. Sie füllt perfekt die Lücke im Halbschatten, wo viele andere Blühpflanzen oft zu wenig Licht finden. Mit ihrer Vorliebe für frische Böden ist sie eine robuste und langlebige Bewohnerin. Wenn du etwas Seltenes und Ökologisches suchst, ist sie die ideale Wahl für dich.
Rote Liste Art für den Halbschatten: Schütze eine gefährdete Naturschönheit.
Mit ihrem Status auf der Roten Liste (Stufe 3) ist diese Flockenblume eine Schlüsselart für den Erhalt der heimischen Artenvielfalt. Da für diese spezifische Artengruppe derzeit keine Einzeldaten zu Bestäubern vorliegen, stützen wir uns auf ihre allgemeine Bedeutung als heimischer Korbblütler (Asteraceae). Die nur 2,3 mg leichten Samen werden durch den Wind verbreitet und tragen zur natürlichen Vernetzung von Lebensräumen bei. Durch die Symbiose mit Mykorrhizapilzen (AM) stabilisiert sie zudem das mikrobiologische Gleichgewicht in deinem Gartenboden. Ihr Erhalt im Siedlungsraum ist aktiver Naturschutz für eine gefährdete Pflanzengruppe.
Die Phrygische Flockenblume wird in Bezug auf die Gartennutzung als nicht kindersicher eingestuft. Auch wenn keine spezifischen Giftstoffe in den Daten aufgeführt sind, solltest du sie in Gärten mit kleinen Kindern vorsichtshalber so platzieren, dass sie nicht direkt als Spielmaterial dient.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
—
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.403 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Such dir einen Platz im Halbschatten (Lichtzahl 6), dort fühlt sie sich am wohlsten.
Boden: Die Erde sollte frisch (mäßig feucht, Feuchtewert 4) und neutral bis schwach sauer (Reaktionswert 6) sein.
Nährstoffe: Als Mittelzehrer (Nährstoffwert 4) benötigt sie keine starke Düngung, normaler Gartenboden ist völlig ausreichend.
Pflanzzeit: Setze sie am besten im Frühjahr (März-Mai) oder im Herbst (September-November), solange der Boden offen ist.
Mykorrhiza: Die Pflanze nutzt eine AM (Arbuskuläre Mykorrhiza), eine Pilz-Partnerschaft; schone das Bodenleben durch Verzicht auf chemische Dünger.
Pflege: Lass die Samenstände im Herbst unbedingt stehen, damit die leichten Samen vom Wind verteilt werden können.
Pflanzpartner: Die Wiesen-Glockenblume (Campanula patula) passt hervorragend, da sie ähnliche Ansprüche an Frische und Licht stellt.
Die Phrygische Flockenblume (Centaurea phrygia agg.) gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und gilt in Deutschland als indigen (ursprünglich heimisch). Sie besiedelt bevorzugt frische Standorte im Halbschatten und ist ein typischer Vertreter mäßig warmer Lagen. Botanisch ist sie eine krautige, nicht verholzende Pflanze, die eine AM (Arbuskuläre Mykorrhiza - eine symbiotische Verbindung mit nützlichen Bodenpilzen) eingeht. Ihre leichten Diasporen (Ausbreitungseinheiten wie Samen) wiegen nur 2,3 mg, was die Fernausbreitung durch den Wind begünstigt.
3 Videos zu Phrygische Flockenblume (Artengruppe)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →