Bild folgtKI-generierte IllustrationCentaurea timbalii
Timbals Flockenblume verrät sich durch ihre leuchtend purpurfarbenen Blütenköpfe, deren Hüllblätter – das sind die kleinen, schuppenartigen Blättchen direkt unter der Blüte – eine ganz charakteristische Fransung aufweisen. Als indigene Art, also eine Pflanze, die ohne menschliches Zutun bei uns heimisch ist, spielt sie eine wesentliche Rolle im Ökosystem unserer Trockenwiesen. Sie dient als wichtige Futterquelle für spezialisierte Insekten und trägt zur Stabilität der lokalen Artenvielfalt bei. Du machst in deinem Garten alles richtig, wenn du dieser spezialisierten Wildpflanze einen Platz einräumst, der ihren natürlichen Bedürfnissen entspricht.
Heimische Rarität für sonnige Plätze: Purpurrote Blütenpracht mit ökologischem Wert.
Als heimischer Korbblütler stellt diese Art eine wertvolle Ressource für die lokale Fauna dar. Nach aktuellen Erkenntnissen zur ökologischen Bedeutung bieten die Blüten reichlich Nektar und Pollen für verschiedene Bestäubergruppen, die auf offene Blütenstrukturen angewiesen sind. Im Herbst und Winter entwickeln sich die Samen zu einer wichtigen Energiequelle für heimische Singvögel. Die vertrockneten, hohlen Stängel dienen zudem als sicheres Überwinterungsquartier für kleine nützliche Lebewesen im Garten. Da sie in der Roten Liste Deutschlands geführt wird, leistet jeder Bestand im Garten einen Beitrag zum Erhalt dieser speziellen Flora.
Bitte beachte, dass Timbals Flockenblume im Garten-Kontext als nicht kindersicher eingestuft wird. Es empfiehlt sich daher, die Pflanze eher in Bereichen zu platzieren, die nicht direkt als Spielfläche genutzt werden. Ein Verzehr der Pflanzenteile sollte vermieden werden.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
—
Bioregion
Continental
Wähle einen vollsonnigen Standort mit mindestens 6 Stunden direktem Sonnenlicht.
Der Boden sollte mager, also nährstoffarm, und sehr gut durchlässig sein.
Pflanzzeit ist im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November.
Achte auf einen Pflanzabstand von etwa 30 bis 40 Zentimetern.
Gießen ist nur in der ersten Zeit nach der Pflanzung nötig, danach verträgt sie Trockenheit hervorragend.
Ein Rückschnitt der verblühten Stängel im Spätsommer kann eine zweite Blüte anregen.
Lasse die letzten Fruchtstände über den Winter stehen, damit die Samen ausreifen können.
Gute Partnerin: Die Wiesen-Witwenblume (Knautia arvensis) – sie hat identische Ansprüche an Licht und Boden und ergänzt das Nahrungsangebot für Insekten ideal.
Timbals Flockenblume (Centaurea timbalii) gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae). In Deutschland ist sie als indigene Art heimisch und besiedelt bevorzugt Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen). Morphologisch zeichnet sie sich durch ihren aufrechten Wuchs und die für die Gattung typischen Korbblüten aus, wobei die Randblüten oft vergrößert sind, um Bestäuber anzulocken. Als Archäophyt gehört sie zu den Arten, die bereits vor langer Zeit, meist im Zuge des frühen Ackerbaus, zu uns gelangt sind und sich fest in die heimische Flora integriert haben.
3 Videos zu Timbals Flockenblume
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →