
Centaurea triumfettii subsp. axillaris
Du erkennst die Filzige Flockenblume an ihren auffällig silbrig-weiß behaarten Blättern und den tiefblauen Blütenkörben, deren Randblüten oft deutlich vergrößert sind. Diese Pflanze ist ökologisch von herausragender Bedeutung, da sie auf der Roten Liste mit der Stufe 1 geführt wird und somit unmittelbar vom Aussterben bedroht ist. Mit ihrer Ansiedlung in deinem Garten leistest du einen direkten Beitrag zum Artenschutz für eine Spezies, die in der freien Natur kaum noch Überlebenschancen hat. Sie ist eine Spezialistin für extreme Trockenstandorte und besetzt Nischen, in denen viele andere Gartenpflanzen nicht gedeihen. Wenn du einen sonnigen Platz mit kargem Boden hast, ist sie die ideale Wahl für ein naturnahes Beet.
Höchste Alarmstufe: Bewahre eine vom Aussterben bedrohte Wildstaude im Garten.
Da die Filzige Flockenblume als vom Aussterben bedroht (Rote Liste 1) eingestuft ist, hat ihr Erhalt im Garten eine hohe Priorität für die biologische Vielfalt. Nach aktuellen Bestäubungsdaten bieten Flockenblumen allgemein eine wichtige Energiequelle in trockenen Lebensräumen, in denen das Nahrungsangebot oft begrenzt ist. Die Pflanze ist ein spezialisierter Überlebenskünstler für karge Standorte und stützt das ökologische Gefüge dieser seltenen Biotope. Im Winter bieten die stehengelassenen Samenstände Nahrung für verschiedene heimische Vogelarten. Da keine spezifischen Insektenbeziehungen in der Datenbank hinterlegt sind, steht die Sicherung der genetischen Vielfalt dieser hochgradig gefährdeten Art im Vordergrund.
Licht
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Feuchtigkeit
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Boden
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Blütezeit
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Wuchsform
Krautige Pflanze
Die Filzige Flockenblume benötigt einen vollsonnigen Standort, der ihren natürlichen Lebensraum in sonnenexponierten Lagen nachbildet.
Der Boden sollte kalkhaltig, sehr durchlässig und eher nährstoffarm sein.
Staunässe musst du unbedingt vermeiden, da die Wurzeln sonst schnell faulen.
Die beste Pflanzzeit liegt zwischen März und Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden offen ist.
Ein Rückschnitt der abgeblühten Stängel im Spätsommer fördert die Vitalität, ist aber für die Pflanze nicht zwingend notwendig.
In trockenen Sommern ist sie aufgrund ihrer behaarten Blätter sehr genügsam und muss kaum gegossen werden.
Eine Vermehrung ist durch Teilung des Wurzelschocks im zeitigen Frühjahr möglich.
Achte darauf, dass sie nicht von starkwüchsigen Nachbarn bedrängt wird, da sie wenig konkurrenzstark ist.
Gute Partnerin: Das Echte Federgras (Stipa pennata) – beide Arten kommen in der Natur gemeinsam auf Magerrasen vor und ergänzen sich optisch durch ihre feinen Strukturen.
Die Filzige Flockenblume (Centaurea triumfettii subsp. axillaris) gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae). In der Region Deutschland, Österreich und Schweiz ist sie vor allem in den südlichen Gebirgslagen heimisch, wo sie Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) und lichte Waldränder besiedelt. Morphologisch zeichnet sie sich durch den niedrigen, horstartigen Wuchs und die namensgebende filzige Behaarung aus, die als Schutz gegen starke Sonneneinstrahlung dient. Als indigene Art ist sie ein fester Bestandteil der ursprünglichen Flora unserer Trockenstandorte.
2 Videos zu Filzige Flockenblume


•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
•Foto: © JUAN CARLOS MUÃOZ ROBREDO / Adobe Stock
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