Bild folgtKI-generierte IllustrationCentaurium capitatum
2
Arten
interagieren
2
Interaktionen
dokumentiert
Wer das Kopfige Tausendgüldenkraut (Centaurium capitatum) einmal gesehen hat, vergisst es nicht: Die leuchtend rosa Blüten sitzen in dichten Knäueln direkt am Ende der Stängel. Diese Pflanze ist eine echte Rarität und wird auf der Roten Liste als extrem selten (Status R) geführt. Für deinen Garten ist sie ein Gewinn, da sie spezialisierten Insekten wie dem Goldenen Scheckenfalter (Euphydryas aurinia) wertvollen Nektar liefert. Zudem lebt sie in einer engen Gemeinschaft mit der Arbuskulären Mykorrhiza (AM – eine Form der Symbiose mit Wurzelpilzen), was sie fest im Ökosystem verankert. Wenn du einen sonnigen, mageren Platz hast, kannst du dieser gefährdeten Art ein sicheres Zuhause geben.
Botanisches Juwel und Rettungsinsel für den bedrohten Goldenen Scheckenfalter.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
network_loading_state
Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist diese Pflanze ein Magnet für spezialisierte Schmetterlinge. Der Goldene Scheckenfalter (Euphydryas aurinia) und der Graubündner Scheckenfalter (Melitaea varia) nutzen das Kopfige Tausendgüldenkraut als essenzielle Nektarquelle. Die Pflanze ist zudem unterirdisch über die Arbuskuläre Mykorrhiza (AM) eng mit dem Bodenleben vernetzt, was den Nährstoffkreislauf an kargen Standorten stärkt. Da die Art extrem selten ist (Rote Liste R), fungiert dein Garten als wertvolles Refugium für den Erhalt der regionalen Biodiversität. Im Spätherbst bieten die feinen Samen zudem eine kleine Nahrungsergänzung für heimische Singvögel.
Das Kopfige Tausendgüldenkraut ist als nicht kindersicher eingestuft. In Gärten mit kleinen Kindern oder Haustieren sollte die Pflanze daher außerhalb der Reichweite platziert werden. Im Falle eines versehentlichen Verzehrs kontaktiere bitte umgehend den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
—
Blatttyp
Breitblättrig
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Standort auf kalkreichem, trockenem Boden.
Achte auf ein nährstoffarmes Substrat, da die Pflanze als Spezialist für Magerstandorte keine Düngung verträgt.
Sorge für eine gute Drainage (Wasserabfluss), um Staunässe im Wurzelbereich zu vermeiden.
Setze die Pflanze bevorzugt im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst bei offenem Boden.
Berücksichtige bei der Pflanzung die Arbuskuläre Mykorrhiza (AM – nützliche Wurzelpilze), die für die Vitalität dieser Art entscheidend ist.
Lasse die Samenstände im Herbst stehen, um die natürliche Selbstaussaat der kurzlebigen Pflanze zu ermöglichen.
Da die Art als nicht kindersicher eingestuft ist, wähle einen Standort abseits von Spielflächen.
Gute Partnerin: Die Tauben-Skabiose (Scabiosa columbaria) – sie teilt die Vorliebe für kalkhaltige Böden und ergänzt das Schmetterlingsangebot.
Das Kopfige Tausendgüldenkraut gehört zur Familie der Enziangewächse (Gentianaceae). Es handelt sich um eine indigene (ursprünglich heimische) Art oder einen Archäophyten (vor langer Zeit eingewanderte Pflanze), die vor allem auf Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) vorkommt. Typisch für diese Art ist der gedrungene Wuchs mit den charakteristischen, kopfartig gehäuften Blütenständen an der Spitze. Im Gegensatz zu verwandten Arten sitzen die Blüten hier sehr dicht beieinander. In der Region Deutschland, Österreich und Schweiz ist sie heute aufgrund schwindender Lebensräume nur noch an sehr wenigen Orten zu finden.
2 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →