Bild folgtKI-generierte IllustrationCentaurium littorale subsp. compressum
An ihren leuchtend rosafarbenen, sternförmigen Blüten lässt sich das Sumpf-Tausendgüldenkraut (Centaurium littorale subsp. compressum) sofort erkennen. Diese nur 0,14 Meter kleine Pflanze ist eine botanische Kostbarkeit und gilt in Deutschland als vom Aussterben bedroht (Rote Liste 1). Da sie in der freien Natur kaum noch Standorte findet, ist ihre Ansiedlung im Garten ein echter Beitrag zum Artenschutz. Mit ihren extrem leichten Samen, die nur 0,0212 Milligramm wiegen, nutzt sie den Wind zur Fernausbreitung. Wenn Du ein Herz für bedrohte Spezialisten hast, ist diese Art genau richtig für Deine sonnigen Magerstandorte.
Rettung für die Rote Liste: Hol Dir dieses 14-Zentimeter-Juwel in den Garten.
Als Art der Roten Liste 1 ist das Sumpf-Tausendgüldenkraut eine tragende Säule für die Biodiversität an spezialisierten Standorten. Da für diese Unterart aktuell keine spezifischen Bestäuberdaten in der Datenbank vorliegen, ist ihr Wert vor allem in der Erhaltung der genetischen Vielfalt indigener Enziangewächse zu sehen. Die Ausbreitung erfolgt über den Wind, was durch das extrem geringe Diasporengewicht (Samengewicht) von 0,0212 Milligramm ermöglicht wird. Mit einer Blattfläche von 32,91 mm² besiedelt sie kleine Nischen auf offenen Bodenstellen. In Deinem Garten dient sie als Trittsteinbiotop für die Ausbreitung dieser hochgradig gefährdeten Art.
Das Sumpf-Tausendgüldenkraut ist als nicht kindersicher eingestuft. Wie viele Enziangewächse enthält es Bitterstoffe, die bei empfindlichen Personen oder bei Verzehr zu Unwohlsein führen können. Platziere die Pflanze daher am besten in einem Beetbereich, der nicht als direkte Spielfläche für Kinder genutzt wird.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.136 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Licht: Wähle einen vollsonnigen Platz (Lichtwert 8) mit mindestens sechs Stunden direktem Sonnenlicht.
Boden: Der Standort muss ein Schwachzehrer-Platz (Magerer Boden, Nährstoffwert 3) sein; verwende keinen Dünger.
Feuchtigkeit: Halte den Boden frisch (Feuchtewert 5), also mäßig feucht, aber achte auf eine gute Durchlässigkeit.
Kalkgehalt: Die Pflanze benötigt einen basischen Untergrund (Kalkhaltig, Reaktionswert 7).
Pflanzzeit: Setze sie im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November) in den Boden.
Wuchshöhe: Mit nur 0,14 m darf sie nicht von hohen Gräsern oder Stauden bedrängt werden.
Vermehrung: Lass die verblühten Stängel stehen, damit sich die winzigen Samen (0,0212 mg) durch den Wind verteilen können.
Gute Partnerin: Die Echte Schlüsselblume (Primula veris) — sie teilt die Vorliebe für kalkhaltige, eher magere und frische Böden.
Das Sumpf-Tausendgüldenkraut gehört zur Familie der Enziangewächse (Gentianaceae) und ist eine indigene (einheimische) Pflanze in Deutschland. Sein natürlicher Lebensraum sind frische, kalkhaltige Standorte, die wenig Nährstoffe aufweisen. Die Pflanze wächst streng aufrecht als krautige Pflanze und erreicht eine präzise Wuchshöhe von 0,14 m. Ihre Blätter sind breitblättrig und gegenständig angeordnet, was sie auch im blütenlosen Zustand als Enziangewächs kennzeichnet. Aufgrund ihrer Seltenheit ist sie ein wichtiger Indikator für intakte, nährstoffarme Ökosysteme.
3 Videos zu Sumpf-Tausendgüldenkraut
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →