Bild folgtKI-generierte IllustrationCentipeda minima
Auch bekannt als: Centipeda minima
Gebietsfremde Art (Neophyt)
Diese Pflanze ist in Mitteleuropa nicht heimisch. Sie wurde nach 1492 eingeführt und hat sich in der freien Landschaft etabliert. Dokumentierte Interaktionen mit heimischer Fauna sind unten aufgeführt — sie ersetzen jedoch nicht den ökologischen Wert heimischer Pflanzen.
Schon von weitem fällt die Kleine Niespflanze (Centipeda minima) durch ihren teppichartigen, flach am Boden kriechenden Wuchs auf. Du erkennst sie an ihren winzigen, grünlichen Blütenköpfen, die fast wie kleine Knöpfe wirken und direkt in den Blattachseln sitzen. In deinem Naturgarten ist sie eine wertvolle Spezialistin für feuchte Nischen und offene Bodenstellen, die sie als Pionierpflanze (Erstbesiedlerin auf unbewachsenem Boden) rasch besiedelt. Da sie nur 0,1 m hoch wird, bleibt sie stets unauffällig und stört keine größeren Nachbarn. Mit ihren extrem leichten Samen nutzt sie den Wind zur Ausbreitung und sorgt so selbstständig für ihren Fortbestand. Wenn du eine feuchte Stelle am Teichrand hast, ist sie genau die richtige Wahl für dich.
Winzige Pionierin: Mit 0,1 m Höhe erobert sie mutig deine feuchten Garten-Nischen.
Die ökologische Rolle der Kleinen Niespflanze liegt in ihrer Funktion als Bodenbedeckern an spezialisierten Standorten. Da keine spezifischen Daten zu Bestäubern vorliegen, konzentriert sich ihr Beitrag auf die Besiedlung offener Bodenstellen, was die Erosion an Ufern mindern kann. Ihre Strategie der Fernausbreitung ist bemerkenswert: Mit einem Gewicht von nur 0,02 mg sind die Samen so leicht, dass sie über weite Strecken getragen werden können. In einem naturnahen Garten bietet ihr dichter Wuchs Schutz für Kleinstlebewesen der Bodenfauna (im Boden lebende Tiere). Sie schließt Lücken in der Pflanzendecke, bevor invasive Arten dort Fuß fassen können.
Die Kleine Niespflanze ist ausdrücklich als nicht kindersicher eingestuft. Sie enthält Inhaltsstoffe, die bei Kontakt oder Verschlucken Reizungen hervorrufen können, weshalb im Garten Vorsicht geboten ist. Bei Vergiftungsverdacht oder Hautreaktionen solltest du umgehend ärztlichen Rat einholen oder den Giftnotruf unter der Nummer 0228 19 240 kontaktieren.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
—
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.1 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen bis halbschattigen Platz mit dauerhaft feuchtem oder nassem Boden.
Die ideale Pflanzzeit liegt im Frühling zwischen März und Mai, sobald kein starker Frost mehr droht.
Achte auf eine Wuchshöhe von 0,1 m und lasse den Pflanzen etwa 15 cm Abstand, damit sie ihre Teppiche bilden können.
Bereite den Boden vor, indem du Verdichtungen löst; sie liebt offene, schlammige Erdstellen.
Eine Düngung ist meist nicht erforderlich, da sie als Pionierart an karge Verhältnisse angepasst ist.
Da die Pflanze einjährig ist, solltest du sie im Herbst aussamen lassen, um den Bestand im nächsten Jahr zu sichern.
Die Vermehrung erfolgt über die 0,02 mg leichten Diasporen (Ausbreitungseinheiten wie Samen) durch Wind.
Gute Partnerin: Sumpf-Ruhrkraut (Gnaphalium uliginosum) – beide gedeihen auf feuchten, offenen Schlammböden und ergänzen sich ökologisch perfekt.
Die Kleine Niespflanze (Centipeda minima) gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae). Sie ist eine einjährige, krautige Pflanze (nicht verholzende Pflanze, die ihren Lebenszyklus in einem Jahr abschließt) und erreicht eine konstante Wuchshöhe von 0,1 m. In der Region Deutschland, Österreich und Schweiz ist sie primär an wechselfeuchten Ufern, in Gräben oder auf schlammigen Pionierstandorten zu finden. Ihre Blätter sind breitblättrig und meist leicht gezähnt, was ihr ein charakteristisches, wenn auch zierliches Erscheinungsbild verleiht.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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