Bild folgtKI-generierte IllustrationCentranthus calcitrapae
Auch bekannt als: Fußangel-Spornblume
Gebietsfremde Art (Neophyt)
Diese Pflanze ist in Mitteleuropa nicht heimisch. Sie wurde nach 1492 eingeführt und hat sich in der freien Landschaft etabliert. Dokumentierte Interaktionen mit heimischer Fauna sind unten aufgeführt — sie ersetzen jedoch nicht den ökologischen Wert heimischer Pflanzen.
7
Arten
interagieren
13
Interaktionen
dokumentiert
Du erkennst die Fußangel-Spornblume an ihren zierlichen, blassrosa bis purpurnen Blüten mit kurzem Sporn (einem hohlen Fortsatz der Blüte) und den fiederspaltigen (tief eingeschnittenen) Blättern. Als krautige Pflanze bringt sie eine filigrane Struktur in trockene Gartenbereiche. Besonders relevant ist sie für den Naturgarten durch ihre frühe Blütezeit, die bereits im März beginnt. Damit schließt sie eine wichtige Lücke im Nahrungsangebot des zeitigen Frühjahrs, wenn viele andere Pflanzen noch nicht blühen. Wenn du sonnige Mauerkronen oder karge Böschungen ökologisch aufwerten möchtest, ist diese Art eine ideale Wahl für dich.
Zarter Frühlingsbote: Bietet bereits ab März Nahrung an sonnigen Standorten.
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Nach den vorliegenden Daten liegt der ökologische Wert dieser Art vor allem in ihrer frühen Phänologie (biologische Entwicklungsphasen). Die Blütezeit erstreckt sich von März bis Mai, was sie zu einer wichtigen Ressource in einer Zeit macht, in der das Blütenangebot noch begrenzt ist. Bestäuber finden hier eine verlässliche Quelle für Nektar und Pollen auf trocken-warmen Standorten. Da sie als krautige Pflanze oft in Nischen wächst, die für andere Arten zu extrem sind, erweitert sie das Lebensraumangebot für spezialisierte Insekten in Steingärten und auf Trockenmauern erheblich.
Die Fußangel-Spornblume wird als nicht kindersicher eingestuft. Achte darauf, dass Kinder oder Haustiere keine Teile der Pflanze verzehren. Im Falle eines versehentlichen Verzehrs oder bei Unsicherheiten wende dich bitte an den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Mär – Mai
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Standort mit mindestens sechs Stunden direktem Sonnenlicht.
Der Boden sollte mager, kalkhaltig und sehr gut durchlässig sein, um Staunässe (Wasseransammlung im Boden) zu vermeiden.
Eine Pflanzung im Frühjahr ist von März bis Mai möglich, im Herbst von September bis November.
Halte einen Pflanzabstand von etwa 20 bis 25 Zentimetern ein.
Da die Art nicht kindersicher ist, sollte sie außerhalb der direkten Reichweite von Kleinkindern stehen.
Lasse die verblühten Stände stehen, damit sich die Pflanze durch Selbstaussaat an geeigneten Stellen im Garten erhalten kann.
Ein Rückschnitt ist erst nach der vollständigen Samenreife im Sommer notwendig.
Gute Partnerin: Kleiner Wiesenknopf (Sanguisorba minor) – er teilt die Vorliebe für kalkreiche, trockene Standorte und ergänzt die Spornblume ökologisch ideal.
Die Fußangel-Spornblume (Centranthus calcitrapae) gehört zur Familie der Geißblattgewächse (Caprifoliaceae). In der Region Mitteleuropa findet man sie primär an xerothermen (trockenen und warmen) Standorten wie Felsfluren oder alten Weinbergmauern. Morphologisch ist sie als ein- bis zweijährige krautige Pflanze einzuordnen, die sich durch ihre hohlen Stängel und die charakteristischen Trugdolden (verzweigte Blütenstände, deren Hauptachse mit einer Blüte endet) auszeichnet. Ihr Verbreitungsschwerpunkt liegt ursprünglich im Mittelmeerraum, sie besiedelt aber zunehmend geeignete Nischen in unseren Breiten.
4 Arten interagieren mit dieser Pflanze
3 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →