Bild folgtKI-generierte IllustrationKein deutscher Name bekannt
An ihrem rötlich-glänzenden Kopfbruststück (Cephalothorax) lässt sich Centromerus bonaeviae bei genauerem Hinsehen von anderen winzigen Bodenbewohnern unterscheiden. Du erkennst diese etwa zwei Millimeter kleine Spinne an ihrem ovalen, gräulich-beigen Hinterleib (Abdomen) und den bernsteinfarbenen Beinen. Als Vertreterin der Baldachinspinnen (Linyphiidae) webt sie winzige, horizontale Fangnetze direkt über der Bodenoberfläche. In der Regel bringt sie ein bis zwei Generationen pro Jahr hervor. Ihre Eier legt sie in kleine, weiße Gespinstkokons, die sie sicher in der feuchten Laubstreu verbirgt. Auf ihrem Speiseplan stehen winzige Bodenlebewesen wie der Grüne Springschwanz (Isotoma viridis) oder verschiedene Hornmilben (Oribatida). Die Larven entwickeln sich geschützt im Mikroklima zwischen herabgefallenen Blättern und Moospolstern. Den Winter verbringen die erwachsenen Tiere in einer Art Kältestarre tief innerhalb der Humusschicht oder unter Totholz. Du kannst diesen nützlichen Jäger fördern, indem du das Herbstlaub heimischer Gehölze wie der Hainbuche (Carpinus betulus) unter Sträuchern als Mulchschicht liegen lässt und auf das Umgraben des Bodens verzichtest.
Diese Spinne ist für den Menschen völlig harmlos und ein gern gesehener Gartenbesucher. Aufgrund ihrer winzigen Größe können ihre Beißwerkzeuge die menschliche Haut nicht durchdringen; es besteht keinerlei Verletzungsrisiko.
Centromerus bonaeviae gehört zur Familie der Baldachinspinnen (Linyphiidae) und ist eine spezialisierte Bewohnerin der Bodenstreu. Ihr Verbreitungsschwerpunkt liegt in Italien, wo sie vor allem in schattigen, feuchten Habitaten vorkommt. Taxonomisch zeichnet sich die Gattung Centromerus durch spezifische Merkmale an den Tastern der Männchen und der Epigyne (äußeres Geschlechtsorgan) der Weibchen aus. Für den Gartenbesucher ist sie ein wichtiger Indikator für ein gesundes Bodenökosystem und eine funktionierende Zersetzungskette.
•GBIF Occurrence Database (CC BY 4.0 / CC0)
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