Bild folgtKI-generierte IllustrationCentrostephanus longispinus
Auch bekannt als: Diadem-Seeigel, Diademseeigel, langstacheliger Diademseeigel
Auffaelligstes Merkmal des Diademseeigels (Centrostephanus longispinus) sind seine extrem langen, duennen Stacheln, die ein Vielfaches seines Koerperdurchmessers erreichen koennen. Da diese Tiergruppe ausschliesslich marin (im Meerwasser lebend) vorkommt, wirst du sie in deinem Garten in Deutschland, Oesterreich oder der Schweiz natuerlicherweise nicht antreffen. In seinem natuerlichen Lebensraum verbirgt er sich tagueber in Felsspalten und wird erst waehrend der Daemmerung aktiv. Als typischer Weidegaenger ernaehrt er sich von Algen und organischem Aufwuchs (Belaegen aus Kleinstlebewesen), den er mit einem spezialisierten Kauapparat vom harten Untergrund abraspelt. Diese Ernaehrungsweise ist oekologisch wertvoll, da sie den Algenwuchs reguliert und so Platz fuer andere Lebewesen im Wasser schafft. Im heimischen Garten gibt es fuer dich nichts zu beachten, da der Seeigel ohne salziges Meerwasser nicht ueberleben kann. Du kannst die Art jedoch indirekt schuetzen, indem du bei Reisen ans Mittelmeer auf den Erhalt maritimer Lebensraeume achtest. Solltest du ihn beim Tauchen entdecken, betrachte ihn am besten mit ausreichendem Sicherheitsabstand.
Die sehr spitzen Stacheln dienen der Abwehr und koennen bei Beruehrung leicht in der Haut abbrechen, was schmerzhafte Entzuendungen verursacht. Da das Tier ausschliesslich im Meer lebt, besteht fuer dich, deine Familie oder Haustiere im Garten keinerlei Verletzungsgefahr.
Centrostephanus longispinus wird taxonomisch der Familie der Diadematidae innerhalb der Klasse der Seeigel (Echinoidea) zugeordnet. Sein Verbreitungsgebiet umfasst das Mittelmeer und den oestlichen Atlantik, wo er bevorzugt felsige Substrate in Tiefen von 10 bis 200 Metern besiedelt. Als benthische (am Meeresgrund lebende) Art ist er an stabile Salzgehalte gebunden und spielt eine zentrale Rolle im marinen Stoffkreisauf.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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