
Cephalanthera rubra
Auch bekannt als: Serapias rubra
Du erkennst das Rote Waldvöglein an seinen leuchtend rosaroten Blütenständen und den schmalen, lanzettlich geformten Blättern. Diese heimische Orchidee ist ein wahrer Schatz für den Schattengarten und zeigt an, dass dein Boden ökologisch gesund ist. Da sie auf der Vorwarnliste der Roten Liste steht, leistest du mit ihrer Pflege einen echten Beitrag zum Schutz seltener Arten in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Als Mykorrhiza-Pflanze (lebt in Symbiose mit Bodenpilzen) ist sie ein Paradebeispiel für die tiefe Vernetzung im Naturgarten. Wenn du einen kalkhaltigen Platz unter Bäumen hast, ist diese Pflanze genau das Richtige für dich.
Seltene Waldschönheit: Mit 0,34 m Höhe ein Juwel für kalkhaltige Schattenplätze.
Das Rote Waldvöglein bereichert die Biodiversität vor allem durch seine spezialisierte Lebensweise. Da es als Mykorrhiza-Pflanze auf bestimmte Bodenpilze angewiesen ist, fördert es ein gesundes Bodenmilieu. Die Diasporen (Ausbreitungseinheiten) sind mit 0,05 mg extrem leicht, was eine effektive Fernausbreitung durch den Wind ermöglicht und zur Vernetzung von Biotopen beiträgt. In deinem Garten dient sie als Indikator für einen wertvollen, nicht überdüngten Standort. Da sie als gefährdete Art der Vorwarnliste gilt, sichert jeder Standort im Siedlungsraum das Überleben dieser besonderen Orchidee.
Das Rote Waldvöglein ist als nicht kindersicher eingestuft. Es handelt sich um eine reine Zierpflanze, die nicht für den Verzehr geeignet ist und in Ruhe gelassen werden sollte. Achte darauf, dass kleine Kinder oder Haustiere keine Pflanzenteile verschlucken.
Licht
Schatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jun – Jul
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.337 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen schattigen Platz, idealerweise unter lichten Laubbäumen.
Boden: Der Untergrund muss kalkhaltig / basisch (Reaktionswert 8) und nährstoffarm sein.
Düngung: Als Schwachzehrer (Magerkeitszeiger) benötigt sie keinen zusätzlichen Dünger.
Feuchtigkeit: Halte den Boden gleichmäßig frisch (mäßig feucht), vermeide aber Staunässe.
Wuchshöhe: Die Pflanze erreicht eine feste Höhe von genau 0.34 m.
Pflanzzeit: Setze sie im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst bis zum ersten Frost.
Vermehrung: Die Pflanze bildet extrem leichte Samen (0,05 mg) aus, die sich durch Wind- oder Fernausbreitung selbst verteilen.
Pflege: Schneide Verblühtes erst nach der Samenreife im Spätsommer zurück.
Gute Partnerin: Die Echte Schlüsselblume (Primula veris) – sie teilt die Vorliebe für kalkhaltige Böden und blüht bereits vor dem Waldvöglein.
Das Rote Waldvöglein (Cephalanthera rubra) gehört zur Familie der Orchideen (Orchidaceae) und ist eine indigen (einheimisch) vorkommende Art. Ihr natürlicher Lebensraum sind lichte Laubwälder und Waldränder, wobei sie besonders kalkhaltige Standorte bevorzugt. Morphologisch zeichnet sie sich als krautige Pflanze aus, die nicht verholzt und im Winter vollständig in ihre unterirdischen Speicherorgane einzieht. Mit ihren breitblättrigen Laubblättern und den markanten Blütenlippen ist sie eine charakteristische Erscheinung unserer heimischen Flora.
1 Video zu Rotes Waldvöglein
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
•Foto: © © Kaja Hiis-Rinne / Adobe Stock / AdobeStock_862609513
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