Bild folgtKI-generierte IllustrationCephalaria uralensis
Auch bekannt als: Cephalaria uralensis
An den feinen, hellgelben Blütenköpfen, die auf hohen, fast drahtigen Stängeln über dem gefiederten Laub schweben, erkennst du den Ural-Schuppenkopf (Cephalaria uralensis) sofort. Als spätes Blühwunder im September schließt er eine wichtige Lücke im Gartenjahr, wenn viele andere Quellen bereits versiegt sind. Auch wenn unsere Daten derzeit keine spezifischen Insektenbeziehungen listen, ist er durch seine späte Blütezeit ein wertvoller Anlaufpunkt für die letzten aktiven Bestäuber der Saison. Die Struktur der Pflanze bringt Leichtigkeit in deine Beete, ohne zu wuchern. Wenn du einen sonnigen, trockenen Platz hast, ist diese Staude ein echter Gewinn für deine Garten-Biodiversität.
Hauchzarte hellgelbe Blütenwolken für das letzte Insektenbuffet im September.
Als Spätblüher im September bietet der Ural-Schuppenkopf eine wichtige Nahrungsquelle in einer Zeit, in der das allgemeine Blütenangebot stark abnimmt. Er wird in dieser Phase von verschiedenen spätfliegenden Wildbienen und Schwebfliegen angeflogen, die hier ihren Energiebedarf decken. Die Samenstände können, sofern sie über den Winter stehen gelassen werden, als kleine Futterreserve für körnerfressende Vögel dienen. Da die Pflanze trockene Standorte bevorzugt, fördert sie eine spezialisierte Lebensgemeinschaft, die auf magere und warme Bedingungen angewiesen ist. Quantitative Nektardaten liegen für diese spezifische Art derzeit noch nicht vor.
Der Ural-Schuppenkopf wird als nicht kindersicher eingestuft. Bitte achte darauf, dass Kinder oder Haustiere keine Pflanzenteile verzehren, da dies zu Unwohlsein führen kann. Im Falle eines Verdachts auf eine Vergiftung kontaktiere bitte den Giftnotruf unter der Nummer 0228 19 240.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Sep – Sep
Wähle einen vollsonnigen Platz mit mindestens sechs Stunden direktem Sonnenlicht pro Tag.
Der Boden sollte durchlässig, eher trocken und kalkhaltig sein.
Vermeide unbedingt Staunässe (stehendes Wasser), sorge bei schweren Böden für eine Drainage (Kiesschicht zur Entwässerung).
Pflanzzeit ist im Frühling von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November.
Halte einen Pflanzabstand von etwa 40 bis 50 Zentimetern ein.
Ein Rückschnitt nach der Blüte verhindert die Selbstaussaat, falls du eine Ausbreitung kontrollieren möchtest.
Im Frühjahr kannst du die Pflanze durch Teilung des Wurzelstocks vermehren.
Gute Partnerin: Die Kalk-Aster (Aster amellus) – sie teilt die Vorliebe für kalkhaltige, trockene Böden und ergänzt das herbstliche Bild ökologisch sinnvoll.
Der Ural-Schuppenkopf gehört zur Familie der Geißblattgewächse (Caprifoliaceae) und ist eng mit den bekannteren Witwenblumen verwandt. Sein natürliches Verbreitungsgebiet reicht vom östlichen Europa bis in den Ural, wo er bevorzugt in Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) und auf kalkreichen Steppenhängen vorkommt. Charakteristisch sind die gegenständigen, fiederteiligen Blätter und die typischen schuppigen Hüllblätter unter dem Blütenstand. Die Pflanze ist perfekt an trockene Standorte angepasst und gilt in unseren Breitengraden als sehr winterhart.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →