Bild folgtKI-generierte IllustrationCeratina gravidula
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Auffällig ist die Glanzlose Keulhornbiene durch ihren langgestreckten, fast zylindrischen Körper von sechs bis acht Millimetern Länge und ihre eher matte, dunkelblaue bis schwärzliche Färbung. Diese solitäre Wildbiene – also eine Art, die keinen Staat bildet, sondern ihre Nester allein versorgt – bringt eine Generation pro Jahr hervor. Die Weibchen legen ihre Eier bevorzugt in markhaltige Stängel von Pflanzen wie der Brombeere oder der Wildrose ab. Hierfür nagen sie einen Gang in das weiche Pflanzenmark, das lockere Zellgewebe im Inneren des Stängels. Als Nahrung dienen Pollen und Nektar heimischer Korbblütler wie dem Gewöhnlichen Ferkelkraut oder der Wiesen-Flockenblume. Die Larven entwickeln sich in den durch Markpartikel getrennten Linienbauten im Stängelinneren. Im Spätsommer schlüpfen die Jungbienen, die jedoch erst im nächsten Frühjahr zur Fortpflanzung schreiten. Den Winter verbringen die adulten, also ausgewachsenen Tiere geschützt in markhaltigen Pflanzenstängeln. Du kannst diese nützlichen Helfer fördern, indem du verblühte Stängel von Königskerzen oder Disteln über den Winter und bis weit in das nächste Frühjahr hinein im Garten stehen lässt.
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Diese Wildbiene ist völlig harmlos und ein gern gesehener Gartenbesucher. Ihr Stachel ist so schwach, dass er die menschliche Haut nicht durchdringen kann; zudem verhält sich die Art gegenüber Menschen absolut friedlich.
Die Glanzlose Keulhornbiene gehört zur Familie der Apidae und besiedelt bevorzugt sonnige Waldränder, Hecken und strukturreiche Gärten. In Deutschland ist sie vor allem im Süden und in klimatisch begünstigten Regionen verbreitet. Ein wichtiges Merkmal sind die keulenförmig verdickten Fühlerenden, die der Gattung ihren Namen gaben. Anders als viele verwandte Bienen nutzt sie kein Fremdmaterial wie Lehm für den Nestbau, sondern ausschließlich das vorhandene Pflanzenmark zur Abtrennung der Brutzellen.
1 Video zu Glanzlose Keulhornbiene

•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•EBHD — European Biodiversity Hub Database v2025, Zenodo, DOI: 10.5281/zenodo.17107215 (CC BY 4.0)
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