
Ceratophyllum demersum
Auch bekannt als: cornifle nageant, Rauhes Hornblatt, cératophylle épineux
15
Arten
interagieren
15
Interaktionen
dokumentiert
An ihren dunkelgrünen, gabelig geteilten und recht starren Blattquirlen (mehrere Blätter auf einer Ebene am Stängel) lässt sich das Raue Hornblatt (Ceratophyllum demersum) sofort erkennen. Diese untergetaucht lebende Wasserpflanze ist eine Bereicherung für deinen Teich, da sie als Starkzehrer (Pflanze mit hohem Nährstoffbedarf) überschüssige Nährstoffe aus dem Wasser filtert. Besonders Wasservögel wie die Löffelente (Spatula clypeata) oder die Reiherente (Aythya fuligula) profitieren von den Beständen als Nahrungsquelle. Wenn du ein stabiles biologisches Gleichgewicht in deinem Gartenewässer anstrebst, ist diese Art eine hervorragende Wahl. Du schaffst damit wertvollen Lebensraum für Unterwasserbewohner und unterstützt die heimische Artenvielfalt direkt vor deiner Haustür.
Dein biologischer Wasserfilter: Klares Teichwasser und Schutzraum für Wasservögel.
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In deinem Gartenteich übernimmt das Raue Hornblatt die Rolle eines natürlichen Filtersystems. Nach aktuellen Beobachtungsdaten dient es als wichtige Nahrungsgrundlage für Wasservögel wie die Löffelente (Spatula clypeata) und die Reiherente (Aythya fuligula). Auch Gänsehybriden wie die Kreuzung aus Graugans und Kanadagans (Anser anser x Branta canadensis) suchen die Bestände gezielt zur Futteraufnahme auf. Die dichten Unterwasserwälder bieten zudem Schutz für die Larven vieler Wasserinsekten. Sogar für Reptilien wie die Zierschildkröte (Chrysemys picta) stellt die Pflanze einen attraktiven Lebensraum dar. Durch die intensive Sauerstoffabgabe am Tag verbessert sie die Wasserqualität für alle Bewohner deines Teichs maßgeblich.
Die Pflanze wird als nicht kindersicher eingestuft, da sie bevorzugt in tieferen Wasserzonen wächst, die für Kleinkinder eine Gefahr darstellen können. Die Blätter sind durch Kalkeinlagerungen sehr starr und rau, was bei Berührung zu leichten Hautirritationen führen kann. Eine Verwechslungsgefahr mit giftigen Arten besteht in unseren Breitengraden nicht.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Jun – Sep
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.41 m
Das Raue Hornblatt bevorzugt einen Standort im Halbschatten, damit sich das Wasser im Sommer nicht zu stark erwärmt.
Die Pflanze benötigt einen nährstoffreichen, fetten Boden am Teichgrund, da sie als Starkzehrer viele Mineralien zum Wachsen braucht.
Die ideale Pflanzzeit liegt zwischen März und Mai oder im Herbst von September bis November, solange das Wasser frostfrei ist.
Zur Pflanzung kannst du die Triebe einfach mit einem Stein beschweren und auf den Grund deines Teichs sinken lassen.
Da sie keine Wurzeln bildet, nimmt sie alle Nährstoffe direkt über die Blattoberfläche aus dem Wasser auf.
Die Vermehrung ist denkbar einfach: Du musst lediglich einen Stängelabschnitt abbrechen und an einer neuen Stelle ins Wasser legen.
Im Sommer kann die Pflanze sehr wüchsig sein, sodass ein gelegentliches Auslichten mit dem Kescher sinnvoll ist.
Das entnommene Material ist ein hervorragender, stickstoffreicher Dünger für deine Gemüsebeete.
Eine gute Partnerin für den Teich ist die Gelbe Teichrose (Nuphar lutea).
Beide teilen die Vorliebe für nährstoffreiches Wasser und ergänzen sich optisch durch ihre unterschiedlichen Wuchsformen über und unter Wasser.
Das Raue Hornblatt (Ceratophyllum demersum) gehört zur Familie der Hornblattgewächse (Ceratophyllaceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz weit verbreitet. Als indigene (einheimische) Wasserpflanze besiedelt sie bevorzugt nährstoffreiche Stillgewässer vom Flachland bis in mittlere Gebirgslagen. Eine botanische Besonderheit ist das vollständige Fehlen von Wurzeln; die Pflanze schwebt frei im Wasser oder verankert sich lediglich mit hakenförmigen Blättern im Schlamm. Die namensgebende Rauheit der Blätter entsteht durch feine Kalkeinlagerungen im Gewebe.
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•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_652415104
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