Bild folgtKI-generierte IllustrationCeratophyllum platyacanthum
Auch bekannt als: Ceratophyllum platyacanthum
An den gabelig verzweigten, tiefgrünen Blättern, die in starren Quirlen (ringförmigen Blattanordnungen) um den Stängel sitzen, lässt sich das Breitstachlige Hornblatt (Ceratophyllum platyacanthum) sofort erkennen. Im Gegensatz zu vielen anderen Teichpflanzen lebt es vollkommen untergetaucht und bildet keine Wurzeln aus. Im Naturgarten ist es ein unersetzlicher Helfer, da es als Starkzehrer (Pflanze mit hohem Nährstoffbedarf) überschüssige Nährstoffe direkt aus dem Wasser aufnimmt und so Algenwuchs effektiv vorbeugt. Es bietet einen geschützten Rückzugsort für Kleinstlebewesen und Amphibienlarven unter der Wasseroberfläche. Wenn du ein stabiles, klares Ökosystem in deinem Garten-Biotop fördern möchtest, ist diese Art für dich die richtige Wahl.
Natürlicher Wasserfilter für klares Teichwasser und ein gesundes Biotop.
Als spezialisierte Unterwasserpflanze leistet das Breitstachlige Hornblatt einen entscheidenden Beitrag zur biologischen Wasserreinigung. Indem es Phosphate und Nitrate bindet, entzieht es fädigen Algen die Lebensgrundlage und sorgt für eine hohe Sauerstoffsättigung im Teich. In den dichten Unterwasserstrukturen finden Wasserinsekten wie Libellenlarven wertvollen Schutz vor Fressfeinden. Da die Pflanze ihre Blüten unter Wasser öffnet, spielt sie für fliegende Bestäuber zwar keine direkte Rolle, ist aber als Basis eines gesunden Gewässer-Ökosystems indirekt wertvoll für die gesamte Artenvielfalt in deinem Garten.
Das Breitstachlige Hornblatt wird als nicht kindersicher eingestuft. Da die Pflanze ausschließlich in tieferen Wasserbereichen gedeiht, besteht für kleine Kinder an diesen Stellen eine erhöhte Ertrinkungsgefahr. Die Pflanze selbst gilt nicht als giftig, ist jedoch aufgrund ihrer starren, rauen Struktur nicht zum Verzehr geeignet.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Licht 6: Wähle einen Standort im Halbschatten oder mit wanderndem Schatten, damit das Wasser im Sommer nicht zu stark überhitzt.
Feuchte 12: Die Pflanze muss stets vollständig untergetaucht bleiben; ein Trockenfallen der Triebe führt zum Absterben.
Boden/Nährstoffe 8: Als Starkzehrer (Nährstofffresser) benötigt sie ein nährstoffreiches Umfeld, um ihre reinigende Wirkung voll zu entfalten.
Pflanzzeit: Setze neue Triebe idealerweise im Frühjahr (April bis Mai) ein, sobald sich das Wasser leicht erwärmt hat.
Einsetzen: Du kannst die Stängel einfach ins Wasser geben; sie finden ihren Platz von selbst oder können am Grund beschwert werden.
Pflege: Da die Art wüchsig ist, solltest du sie bei Bedarf im Hochsommer vorsichtig mit dem Kescher ausdünnen.
Vermehrung: Die Vermehrung erfolgt ganz einfach durch das Teilen der spröden Stängel im Sommer.
Pflanzpartner: Gute Nachbarin ist die Gelbe Teichrose (Nuphar lutea) – sie verträgt ebenfalls nährstoffreiches Wasser und bietet durch ihre Blätter zusätzliche Beschattung.
Das Breitstachlige Hornblatt gehört zur Familie der Hornblattgewächse (Ceratophyllaceae) und ist eine rein submers (unter der Wasseroberfläche) wachsende Wasserpflanze. In Mitteleuropa besiedelt sie vor allem nährstoffreiche, stehende oder langsam fließende Gewässer. Eine morphologische (gestaltliche) Besonderheit ist das völlige Fehlen von echten Wurzeln; die Pflanze schwebt frei oder verankert sich lediglich mit bleichen Sprossabschnitten im Schlamm. Die Bestäubung findet bei dieser hochspezialisierten Gattung direkt unter Wasser statt.
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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