Bild folgtKI-generierte IllustrationCerinthe minor
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
Wer die Kleine Wachsblume (Cerinthe minor) einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Mit ihren hellgelben, röhrenförmigen Blüten und den markanten, bläulich-grün bereiften Blättern ist sie eine unverwechselbare Erscheinung. In unseren Gärten ist sie eine echte Rarität, die auf der Roten Liste mit der Stufe 3 (gefährdet) geführt wird. Da sie entweder indigen (einheimisch) oder als Archäophyt (eine Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde) eingestuft ist, gehört sie fest zu unserer Naturgeschichte. Mit der Ansiedlung dieser seltenen Art leistest du einen direkten Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt in deiner Region. Gibst du dieser gefährdeten Schönheit einen Platz in deinem Garten, förderst du ein Stück bedrohte Wildnatur.
Botanische Kostbarkeit: Schütze eine gefährdete Wildpflanze in deinem Garten.
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Nach aktuellen Bestandsdaten wird die Kleine Wachsblume auf der Roten Liste als gefährdet (Kategorie 3) eingestuft. Ihr Erhalt in der Gartenkultur stützt somit aktiv das Vorkommen einer bedrohten einheimischen Art. Die Pflanze lebt in einer engen Symbiose, der sogenannten Arbuskulären Mykorrhiza (AM), welche die Bodenstruktur und die Vitalität der Pflanze durch Pilzgeflechte verbessert. Da keine spezifischen Bestäubungsdaten in der Datenbank vorliegen, steht ihr Wert als seltener Bestandteil unserer Flora im Vordergrund. Als heimische Wildpflanze ist sie ein integrierter Teil unseres Ökosystems. Jeder Gartenstandort hilft dabei, die genetische Vielfalt dieser seltenen Art über regionale Grenzen hinweg zu sichern.
Die Kleine Wachsblume ist als nicht kindersicher eingestuft. Wie viele Raublattgewächse enthält sie Inhaltsstoffe, die bei Verzehr unverträglich sind. Eine Verwechslung mit stark giftigen Pflanzen ist aufgrund der charakteristischen, blaugrünen und kahlen Blätter jedoch nahezu ausgeschlossen.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Mai – Jul
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.32 m
Wähle für die Pflanzung einen vollsonnigen Standort in deinem Garten.
Der Boden sollte trocken bis mäßig trocken und bevorzugt kalkhaltig sein.
Staunässe (stehendes Wasser im Wurzelbereich) muss unbedingt vermieden werden.
Die ideale Pflanzzeit ist im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November.
Achte darauf, dass der Boden bei der Pflanzung offen und nicht gefroren ist.
Da die Art eine Arbuskuläre Mykorrhiza (AM, eine nützliche Pilzsymbiose an den Wurzeln) eingeht, verzichte auf künstliche Düngemittel.
Ein Rückschnitt ist nicht erforderlich; lass die Pflanze nach der Blüte stehen, damit sie sich versamen kann.
Die Vermehrung erfolgt an geeigneten Stellen zuverlässig durch Selbstaussaat.
Gießen ist nur in extremen Trockensommern auf sehr sandigen Böden notwendig.
Gute Partnerin: Das Echte Labkraut (Galium verum) – beide besiedeln ähnliche Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen).
Diese Kombination ist ökologisch sinnvoll, da beide Arten perfekt an nährstoffarme Bedingungen angepasst sind.
Die Kleine Wachsblume (Cerinthe minor) ist ein Vertreter der Raublattgewächse (Boraginaceae). Sie ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch und besiedelt bevorzugt sonnige Böschungen sowie trockene Magerwiesen. Im Gegensatz zu vielen ihrer behaarten Verwandten sind ihre Stängel und Blätter völlig kahl und wachsartig überzogen. Diese bläuliche Schicht dient als Schutz vor Verdunstung und starker Sonneneinstrahlung. Die Pflanze wächst meist zweijährig und bildet im ersten Jahr eine flache Blattrosette aus.
5 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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