
Chamaecytisus supinus
An ihren dichten, büscheligen Blütenköpfen in leuchtendem Gelb lässt sich der Kopf-Zwergginster (Chamaecytisus supinus) sofort erkennen. Er ist eine echte Besonderheit für Deinen Garten, da er in der Natur bereits auf der Roten Liste steht und als gefährdet gilt. Mit dieser Pflanze holst Du Dir einen Spezialisten für trockene Standorte ins Haus, der als indigen (einheimisch) perfekt an unser Klima in Deutschland, Österreich und der Schweiz angepasst ist. Er bereichert Deinen Garten vor allem durch seine Seltenheit und seine Fähigkeit, karge Böden zu besiedeln. Wenn Du ihm ein sonniges Plätzchen schenkst, leistest Du einen direkten Beitrag zum Artenschutz.
Seltener Naturschatz für Sonnenanbeter: Hol Dir den Artenschutz in den Garten.
Als indigene Art ist dieser Ginster ein wertvoller Bestandteil der regionalen Biodiversität (Artenvielfalt). Sein Status auf der Roten Liste (Stufe 3) verdeutlicht, wie wichtig jeder einzelne Standort für den Erhalt der genetischen Vielfalt dieser Art ist. In Deinem Garten dient er als wichtiger Bodenverbesserer, der Nährstoffe in kargen Bereichen fixiert. Auch wenn für diese spezifische Art keine detaillierten Bestäubungsdaten in der Datenbank vorliegen, ist er als heimischer Hülsenfrüchtler grundsätzlich eine wichtige Anlaufstelle für spezialisierte Insekten der Magerstandorte. Er schließt Lücken in ökologischen Korridoren zwischen wilden Populationen.
Der Kopf-Zwergginster ist als nicht kindersicher eingestuft, da er Giftstoffe enthalten kann, die bei Verzehr problematisch sind. Achte daher besonders darauf, wenn Kinder oder Haustiere Deinen Garten nutzen. Im Falle eines Unfalls oder Verdachts auf Vergiftung wende Dich bitte sofort an den Giftnotruf unter der Telefonnummer 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
—
Bioregion
Continental
Blatttyp
Breitblättrig
Blattphänologie
Teils immergrün
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Pflanze den Ginster bevorzugt im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November) in den offenen Boden.
Wähle einen vollsonnigen Standort, da die Pflanze viel Licht benötigt, um ihre volle Blütenpracht zu entwickeln.
Der Boden sollte durchlässig und eher mager (nährstoffarm) sein; mische bei schwerem Boden Sand zur Drainage (Wasserabfluss) unter.
Gießen ist nach der Anwuchsphase nur bei extremer, lang anhaltender Trockenheit notwendig.
Dünger wird nicht benötigt, da sich die Pflanze über ihre Wurzeln selbst mit Stickstoff versorgt.
Ein Rückschnitt ist nicht zwingend erforderlich, kann aber nach der Blüte erfolgen, um den Wuchs kompakt zu halten.
Da er nicht kindersicher ist, sollte er außerhalb der Reichweite von Spielflächen stehen.
Gute Partnerin: Die Kartäuser-Nelke (Dianthus carthusianorum) – sie teilt den Wunsch nach magerem Boden und sonnigen Plätzen.
Der Kopf-Zwergginster gehört zur Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae) und ist in Mitteleuropa weit verbreitet, wenn auch selten. Sein natürlicher Lebensraum sind Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) und lichte Waldränder, wo er kalkhaltige Böden bevorzugt. Ein typisches Merkmal ist die Behaarung der Triebe und Blätter, die ihn vor Verdunstung schützt. Da er in der Roten Liste mit der Kategorie 3 (gefährdet) geführt wird, kommt der Erhaltung in Gartenkultur eine besondere Bedeutung zu. Als Leguminose (Hülsenfruchtgewächs) lebt er in Symbiose mit Bodenbakterien, die Stickstoff binden.
2 Videos zu Kopf-Zwergginster
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_349673979
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