
Chamorchis alpina
Auch bekannt als: Ophrys alpina
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
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Wirtsbeziehungen
Arten
Du erkennst die Zwergorchis an ihrer extrem zierlichen Gestalt und den unscheinbaren, gelblich-grünen Blüten, die oft kaum die Spitzen der umliegenden Gräser überragen. Mit einer Höhe von gerade einmal 0,07 m ist sie die kleinste Orchidee unserer Alpen und ein echtes Juwel für spezialisierte Standorte. In deinem Garten ist sie weit mehr als nur eine botanische Kuriosität: Sie dient spezialisierten Hochgebirgs-Insekten wie dem Alpenwidderchen (Zygaena exulans) als Lebensraum. Wenn du ein Alpinum, also einen Steingarten mit Gebirgspflanzen, pflegst, ist diese Art ein wunderbarer Indikator für ein gesundes Bodenleben. Achte darauf, sie nicht zu übersehen, wenn du in ihrer Nähe arbeitest.
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Die Zwergorchis ist trotz ihrer geringen Größe ein wichtiger Bestandteil alpiner Ökosysteme. Nach aktuellen Beobachtungen profitieren vor allem spezialisierte Falter wie das Alpenwidderchen (Zygaena exulans) von dieser Orchidee. Da sie auf kalkhaltigen Magerrasen wächst, ist sie Teil einer Pflanzengemeinschaft, die eine extrem hohe Biodiversität aufweist. Im Garten fördert sie durch ihre spezifischen Ansprüche ein spezialisiertes Mikrobiom im Boden, insbesondere die für Orchideen lebensnotwendigen Mykorrhiza-Pilze (Wurzelpilze). Da sie eine indigene, also heimische Art ist, fügt sie sich perfekt in die regionale Natur ein und unterstützt die Erhaltung der genetischen Vielfalt unserer Gebirgsflora.
Die Zwergorchis wird in der Datenbank als nicht kindersicher eingestuft. Wie viele Orchideenarten sollte sie nicht verzehrt werden und dient ausschließlich als Zierpflanze für Kenner. Da sie unter Naturschutz steht, darf sie niemals in der freien Natur ausgegraben werden; beziehe sie bitte nur aus zertifizierten Fachbetrieben für alpine Pflanzen.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jul – Aug
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.07 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz (Ellenberg Lichtwert 9), an dem die Pflanze den ganzen Tag direktes Licht bekommt.
Boden: Der Untergrund muss unbedingt kalkhaltig und basisch sein (Ellenberg Reaktionswert 8). Mische bei Bedarf Kalksplitt unter.
Nährstoffe: Als Schwachzehrer benötigt sie einen sehr mageren Boden. Verzichte komplett auf Dünger, da dieser die Pflanze und ihre Symbiosepilze schädigen würde.
Feuchtigkeit: Halte den Boden frisch, also mäßig feucht (Ellenberg Feuchtewert 4). Staunässe muss durch eine gute Drainage unbedingt vermieden werden.
Wuchshöhe: Mit genau 0,07 m bleibt sie sehr klein; setze sie daher an den Rand eines Beetes, damit sie nicht von größeren Nachbarn verdrängt wird.
Pflanzzeit: Setze die Zwergorchis im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November), solange der Boden offen ist.
Pflege: Ein Rückschnitt ist nicht nötig. Lass die Pflanze nach der Blüte ungestört einziehen.
Gute Partnerin: Die Silberwurz (Dryas octopetala) ist eine ideale Begleiterin, da sie die gleichen kalkreichen, alpinen Bedingungen schätzt.
Die Zwergorchis (Chamorchis alpina) gehört zur Familie der Orchideen (Orchidaceae) und ist die einzige Art ihrer Gattung. In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist sie primär in den Hochlagen der Alpen verbreitet, wo sie auf kalkhaltigen Magerrasen (nährstoffarme Wiesen auf kalkreichem Untergrund) vorkommt. Morphologisch besticht sie durch ihre schmalen, grasartigen Blätter und den dichten, kurzen Blütenstand. Als typische Hochgebirgspflanze ist sie an extrem kurze Vegetationsperioden und kalte Temperaturen (Alpin/Nördlich) perfekt angepasst, was sie zu einer hochspezialisierten Überlebenskünstlerin macht.
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_386088169
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