Bild folgtKI-generierte IllustrationChara tomentosa
Auch bekannt als: Hornblättrige Armleuchteralge
Du erkennst die Stachelige Armleuchteralge (Chara tomentosa) an ihren kräftigen, oft rötlich-braun gefärbten Trieben, die sich durch Kalkeinlagerungen sehr rau und fest anfühlen. In deinem Garten ist diese Alge ein echtes Juwel für den Naturteich, da sie als natürliche Zeigerart für eine hervorragende Wasserqualität gilt. Durch ihre Fähigkeit, Kalk und Nährstoffe zu binden, sorgt sie aktiv für klares Wasser und unterdrückt das Wachstum von lästigen Schwebealgen. Wenn du ein kalkreiches Gewässer besitzt, ist diese Unterwasserpflanze genau die richtige Wahl für dich.
Nach aktuellen ökologischen Erkenntnissen fungiert die Stachelige Armleuchteralge als effizienter Sauerstoffspender in deinem Teich. Sie entzieht dem Wasser überschüssiges Kalzium und Phosphat, was die Wasserklärung unterstützt und das ökologische Gleichgewicht stabilisiert. Zwar liegen uns keine spezifischen Daten zu Bestäubern vor, doch bietet ihr dichtes, stacheliges Geflecht einen unverzichtbaren Rückzugsort für zahlreiche kleine Wasserbewohner. Als Zeigerart signalisiert sie dir dauerhaft eine hohe Wasserreinheit. Im Gegensatz zu vielen anderen Wasserpflanzen bleibt sie oft über den Winter grün und bietet so ganzjährig Struktur im Unterwasserbereich. Durch die Bindung von Nährstoffen wirkt sie der Verlandung des Gewässers entgegen.
Die Stachelige Armleuchteralge gilt als nicht kindersicher. Dies liegt vor allem an der Verletzungsgefahr durch ihre sehr raue, stachelige Oberfläche bei Berührung sowie dem Standort in tieferen Wasserzonen. Achte bei Teichen mit dieser Bepflanzung grundsätzlich auf eine ausreichende bauliche Sicherung für Kleinkinder, um Unfälle am Wasser zu vermeiden.
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Die Stachelige Armleuchteralge benötigt einen Standort in klarem, kalkhaltigem Wasser bei einer Tiefe von etwa 50 bis 200 Zentimetern.
Achte darauf, dass der Boden deines Teichs aus einer Mischung aus Sand und nur sehr wenig organischem Schlamm besteht.
Die ideale Pflanzzeit liegt im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis Ende November, solange das Wasser eisfrei ist.
Da sie Nährstoffe direkt aus dem Wasser aufnimmt, ist eine zusätzliche Düngung absolut zu vermeiden.
Zu viele Nährstoffe würden lediglich das Wachstum konkurrierender Fadenalgen fördern.
Die Vermehrung gelingt dir am einfachsten durch das Teilen von Triebstücken, die du vorsichtig am Boden beschwerst.
Drücke die Triebe leicht in das Substrat, damit sie nicht an die Oberfläche treiben.
Ein regelmäßiges Entfernen von hineingefallenem Laub hilft dabei, das Wasser nährstoffarm zu halten.
Gute Partnerin: Das Spiegelnde Laichkraut (Potamogeton lucens) – beide Arten teilen die Vorliebe für sauberes, kalkreiches Wasser und ergänzen sich in ihrer Struktur am Gewässergrund.
Die Stachelige Armleuchteralge (Chara tomentosa) gehört zur Familie der Armleuchteralgen (Characeae). In unserer Region ist sie in Österreich heimisch, wo sie bevorzugt am Gewässergrund (Benthos) von sauberen, kalkreichen Stillgewässern vorkommt. Ihr Aufbau erinnert an höhere Pflanzen, besteht jedoch aus einer zentralen Achse mit quirlständigen Seitenästen, die mit kleinen Stacheln besetzt sind. Eine morphologische Besonderheit ist die dicke Kalkkruste, die den Algenkörper schützt und ihm eine charakteristische, sandige Haptik verleiht.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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