Bild folgtKI-generierte IllustrationChazara briseis (Linnaeus, 1764)
heimisch in Deutschland
BfN Rote Liste Deutschland · 95 %
Die Berghexe (Chazara briseis) ist ein auffaelliger Falter, der durch seine kontrastreiche, dunkelbraune bis schwarze Grundfaerbung mit weissen Binden auf den Fluegeln gekennzeichnet ist. Als Vertreter der Ordnung Lepidoptera, also der Schmetterlinge, ist diese Art in Deutschland extrem selten geworden und wird in der Roten Liste in der Kategorie 1 als vom Aussterben bedroht gefuehrt. Die Tiere bevorzugen trockene und warme Offenlandbiotope mit geringem Bewuchs. In ihrer Lebensweise sind sie stark an spezifische klimatische Bedingungen gebunden, die ihnen eine erfolgreiche Entwicklung ermoeglichen. Die Ernaehrung der Falter erfolgt ausschliesslich durch die Aufnahme von Nektar verschiedener Bluetenpflanzen, waehrend sich die Raupen von Graesern ernaehren. Ein Verzicht auf Pestizide und die Foerderung von mageren, sonnigen Standorten sind grundlegende Massnahmen, um den Lebensraum fuer solche spezialisierten Insekten zu erhalten. Da die Art auf sehr spezifische Bedingungen angewiesen ist, findet sie in intensiv bewirtschafteten Gaerten kaum geeignete Lebensbedingungen vor. Der Schutz dieser Art erfordert den Erhalt von extensiv genutzten Trockenrasen und mageren Wiesen. Eine naturnahe Gestaltung mit heimischen Grasarten kann die allgemeine Biodiversitaet foerdern, auch wenn die Berghexe selbst extrem spezialisierte Ansprueche stellt.
Die Aktivitaet der Falter ist an die warmen Sommermonate gebunden, in denen die Fortpflanzung stattfindet. Die Entwicklung der Larven erfolgt ueber die Wintermonate, wobei die Art als Raupe ueberwintert.
Die Berghexe ist als vom Aussterben bedrohte Art streng geschuetzt und darf nicht gefangen oder beeintraechtigt werden. Von dem Falter geht keinerlei Gefahr fuer den Menschen aus, da er weder sticht noch beisst.
Die Berghexe (Chazara briseis) gehoert zur Familie der Nymphalidae, den Edelfaltern. Innerhalb der Ordnung Lepidoptera ist sie der Gattung Satyrus zugeordnet. In Deutschland ist die Art aufgrund ihrer hohen Spezialisierung stark gefaehrdet und kommt nur noch in sehr begrenzten Gebieten vor.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•GBIF Occurrence Database (CC BY 4.0 / CC0)
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