Bild folgtKI-generierte IllustrationChenopodium album
Auch bekannt als: Weißer Gänsefuß, Ackermelde, chénopode blanc, Schissmelle
Artengruppe
9
Arten
interagieren
11
Interaktionen
dokumentiert
3
Wirtsbeziehungen
Arten
Wer den Weißen Gänsefuß (Chenopodium album) einmal gesehen hat, vergisst ihn nicht: Die Pflanze wirkt oft wie mit Mehl bestäubt, was an den winzigen Blasenhaaren auf den Blättern liegt. Er ist ein unverzichtbarer Bestandteil im Naturgarten, da er als wichtige Kinderstube für spezialisierte Nachtfalter dient. Besonders die Raupen der Gemüseeule (Lacanobia oleracea) finden hier ihre Nahrung. Auch wenn er oft als Unkraut abgetan wird, leistet er einen wertvollen Beitrag zur Artenvielfalt auf deinem Grundstück. Lass ihm doch ein Plätzchen am Kompostrand, dort fühlt er sich am wohlsten.
Kompakte Kinderstube: Die wichtigste Futterpflanze für die Gemüseeule.
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Der Weiße Gänsefuß ist eine ökologische Schlüsselspezies für die Welt der Nachtfalter. Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist er die Raupenfutterpflanze für Arten wie die Putris-Erdeule (Axylia putris) und die Magerwiesen-Bodeneule (Agrotis clavis). Auch die Gemüseeule (Lacanobia oleracea) nutzt das Laub intensiv für ihre Entwicklung. Im Spätherbst und Winter bieten die unzähligen, nur 0.5921 mg leichten Samen eine energiereiche Nahrungsquelle für heimische Vögel. Da die Pflanze bis in den Oktober blüht, stellt sie eine wichtige späte Ressource im Gartenjahr dar.
In Bezug auf die Gartensicherheit gilt der Weiße Gänsefuß als nicht kindersicher. Du solltest ihn daher nicht direkt neben Spielbereiche für Kleinkinder setzen. Es ist ratsam, darauf zu achten, dass auch Haustiere die Pflanze nicht in großen Mengen verzehren.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Jul – Okt
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.561 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen sonnigen bis halbschattigen Platz (Ellenberg Licht 6).
Der Boden sollte eher trocken bis mäßig frisch sein (Ellenberg Feuchte 3).
Als Starkzehrer (nährstoffhungrige Pflanze) benötigt er einen sehr fetten, stickstoffreichen Boden (Ellenberg Nährstoffe 7).
Die Aussaat oder Pflanzung erfolgt idealerweise im Frühjahr zwischen April und Mai.
Achte auf die Endhöhe von genau 0.56 m bei der Standortplanung im Beet.
Da er nicht verholzt, ist kein Rückschnitt während der Wachstumsphase nötig.
Die Pflanze sät sich durch ihre leichten Samen (Diasporen) von selbst über Wind- oder Fernausbreitung aus.
Gute Partnerin: Die Wegwarte (Cichorium intybus) – beide schätzen nährstoffreiche Böden und ergänzen sich optisch durch die blauen Blüten der Wegwarte.
Der Weiße Gänsefuß gehört zur Familie der Fuchsschwanzgewächse (Amaranthaceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz als Archäophyt (eine Pflanze, die bereits vor 1492 durch menschlichen Einfluss eingeführt wurde) weit verbreitet. Er besiedelt bevorzugt stickstoffreiche Ruderalflächen (Rohböden an Wegrändern oder Schuttplätzen). Mit einer Wuchshöhe von genau 0.56 m bleibt die Artengruppe eher kompakt. Die Blätter sind meist rautenförmig und breitblättrig aufgebaut, während die unscheinbaren Blüten in knäuelartigen Rispen stehen.
1 Video zu Weißer Gänsefuß (Artengruppe)

5 Arten interagieren mit dieser Pflanze
1 weitere Arten besuchen die Blüten
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →