Bild folgtKI-generierte IllustrationChenopodium borbasii
Auch bekannt als: Chenopodium album subsp. borbasii
Auffaellig sind beim Borbas-Gaensefuß (Chenopodium borbasii) die graugruenen, wie mit Mehl bestaeubten Blaetter und die dichten, unscheinbaren Bluetenknaeuel. Als heimische Wildpflanze ist er ein wichtiger Bestandteil unserer Oekosysteme, da er auf sonnigen, naehrstoffreichen Boeden gedeiht, die fuer viele Zierpflanzen zu extrem sind. Besonders in der kalten Jahreszeit profitiert die Natur von ihm, wenn seine zahlreichen Samen heimischen Voegeln als wertvolle Kraftnahrung dienen. Wenn du in deinem Garten eine ungenutzte, sonnige Ecke mit gutem Boden hast, ist dieser robuste Spezialist genau die richtige Wahl fuer mehr Natuerlichkeit.
Heimischer Kraftprotz für sonnige Plätze und nährstoffreiche Böden.
In der oekologischen Gartenkultur spielt der Borbas-Gaensefuß vor allem als wichtiger Samenproduzent eine Rolle. Nach der Blütezeit entwickeln sich unzaehlige kleine Samen, die eine hochwertige Nahrungsquelle fuer heimische Singvoegel wie den Stieglitz (Carduelis carduelis) darstellen. Da er auf sehr naehrstoffreichen Boeden waechst, bindet er ueberschuessigen Stickstoff im Garten und macht ihn organisch verfuegbar. Als heimische Art bietet er zudem Lebensraum fuer spezialisierte Insekten, die auf die Flora trockener Ruderalstandorte angewiesen sind. Durch seinen robusten Wuchs traegt er zur Stabilisierung des Kleinklimas auf offenen Bodenflaechen bei.
Der Borbas-Gaensefuß wird als nicht kindersicher eingestuft. Wie viele Arten der Gattung Chenopodium kann er Saponine (seifenartige Stoffe) und Oxalsaeure enthalten, weshalb vom Verzehr, insbesondere durch Kinder, abzuraten ist. Im Falle eines versehentlichen Verzehrs groesserer Mengen kontaktiere bitte den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Ellenberg Licht 8: Wähle einen vollsonnigen Standort mit mindestens 6 bis 8 Stunden direkter Sonneneinstrahlung.
Bodenbeschaffenheit: Die Pflanze benötigt einen Starkzehrer-Standort (nährstoffreicher/fetter Boden), idealerweise gut mit Kompost versorgt.
Feuchtigkeit: Der Wasserbedarf ist gering (Ellenberg Feuchte 3); wähle einen trockenen Platz und vermeide Staunässe.
Pflanzzeit: Die beste Zeit zum Aussetzen ist im Frühling zwischen März und Mai.
Bodenvorbereitung: Ein Abmagern des Bodens ist nicht nötig, da die Art hohe Nährstoffkonzentrationen liebt.
Pflege: Da die Pflanze einjährig bis ausdauernd wachsen kann, solltest du sie im Herbst für die Selbstaussaat stehen lassen.
Vermehrung: Die Art erhält sich an zusagenden Standorten meist problemlos von selbst.
Gute Partnerin: Wilde Möre (Daucus carota) – sie teilt die Vorliebe für sonnige Standorte und bietet einen schönen optischen Kontrast im Wildpflanzenbeet.
Der Borbas-Gaensefuß gehoert zur Familie der Fuchsschwanzgewaechse (Amaranthaceae) und ist in Deutschland sowie Oesterreich beheimatet. Sein natuerlicher Lebensraum sind waermeliebende Ruderalstandorte (vom Menschen gepraegte Rohbodenflaechen) auf neutralen bis schwach sauren Untergruenden. Er zeichnet sich durch seine Anpassung an trockene, stickstoffreiche Standorte aus und dient Biologen oft als Zeigerpflanze fuer fettige, naehrstoffgesaettigte Boeden. Morphologisch ist er durch die typische mehlige Beschichtung der Blaetter erkennbar, die ihn vor Verdunstung schuetzt.
1 Video zu Chenopodium borbasii
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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