Bild folgtKI-generierte IllustrationChenopodium album var. borbasii
Schon von weitem fällt der Borbás-Gänsefuß durch seinen weißlich-mehligen Belag auf den Blättern und seinen aufrechten Wuchs auf. Als typische Pionierpflanze (eine Art, die neu entstandene Lebensräume als Erstes besiedelt) ist er ein wichtiger Anzeiger für nährstoffreiche Stellen in deinem Garten. Mit einer Wuchshöhe von genau 0,56 m fügt er sich harmonisch in naturnahe Pflanzungen ein, ohne andere Gewächse zu verdrängen. Besonders wertvoll ist er im Winter, wenn seine feinen Samen als energiereiche Nahrung für Vögel dienen. Wenn du die natürliche Dynamik in deinem Garten zulassen und gleichzeitig den Boden verbessern möchtest, ist dieser Gänsefuß eine ideale Wahl. Achte lediglich auf einen passenden Standort abseits von Spielflächen für Kinder.
Ein starker Pionier mit 0,56 m Höhe: Dein Nährstoffzeiger und Winterfutterplatz.
Nach aktuellen ökologischen Daten zeichnet sich der Borbás-Gänsefuß durch eine hocheffiziente Ausbreitungsstrategie aus. Seine Diasporen (Ausbreitungseinheiten) wiegen lediglich 0,5921 mg, was eine Fernausbreitung durch den Wind über weite Strecken ermöglicht. Mit einer Blattfläche von 644,62 mm² trägt die Pflanze maßgeblich zum Gasaustausch und zur Stabilisierung des Kleinklimas auf offenen Bodenflächen bei. Da er als Pionierart fungiert, schließt er schnell Lücken im Bewuchs und verhindert so Bodenerosion auf nährstoffreichen Standorten. In der kalten Jahreszeit sind seine zahlreichen Samen eine lebensnotwendige Futterquelle für Vögel, die auf Sämereien angewiesen sind, da die Pflanze ihre Struktur auch bei Frost behält.
Der Borbás-Gänsefuß wird als nicht kindersicher eingestuft, da er wie viele Gänsefußgewächse Oxalsäure und Saponine enthalten kann. Bei empfindlichen Personen kann der Kontakt oder versehentliche Verzehr zu Unwohlsein führen. Sollten Kinder Pflanzenteile verschluckt haben, kontaktiere bitte umgehend den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.561 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz (Ellenberg Lichtwert 8), damit die Pflanze kräftig gedeiht.
Bodenbeschaffenheit: Die Art ist ein Starkzehrer (Pflanze mit hohem Nährstoffbedarf) und benötigt einen fetten, nährstoffreichen Boden.
Feuchtigkeit: Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) gehalten werden, was dem Ellenberg Feuchtewert 4 entspricht.
Bodenreaktion: Idealerweise ist die Erde neutral bis schwach sauer (Reaktionswert 6).
Pflanzzeit: Die beste Zeit für die Pflanzung oder Aussaat ist im Frühjahr von März bis Mai.
Wuchshöhe: Plane bei der Gestaltung fest mit einer Endhöhe von 0,56 m.
Pflege: Ein Rückschnitt während der Saison ist nicht nötig; lass die Samenstände für die Wintervögel stehen.
Vermehrung: Die Pflanze vermehrt sich über Windausbreitung ihrer leichten Samen von selbst.
Gute Partnerin: Die Große Brennnessel (Urtica dioica) – beide Arten teilen die Vorliebe für stickstoffreiche Böden und bilden ein stabiles ökologisches Gefüge.
Der Borbás-Gänsefuß (Chenopodium album var. borbasii) ist eine Varietät innerhalb der Familie der Fuchsschwanzgewächse (Amaranthaceae) und gehört zur Ordnung der Nelkenartigen. In Deutschland ist er weit verbreitet und besiedelt vor allem Ruderalstandorte (durch menschliche Eingriffe entstandene Flächen wie Baustellen oder Schutthaufen). Als krautige, nicht verholzte Pflanze bevorzugt er neutrale bis schwach saure Bodenverhältnisse. Die breitblättrigen Laubblätter und die unauffälligen Blütenstände sind charakteristisch für diese Gruppe, die eng mit Kulturgewächsen wie Spinat verwandt ist.
1 Video zu Chenopodium album var. borbasii
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →