Bild folgtKI-generierte IllustrationChenopodium glaucum
An der auffälligen Unterseite seiner Blätter, die fast weißlich mehlig wirkt und stark mit der dunkelgrünen Oberseite kontrastiert, erkennst du den Graugrünen Gänsefuß sofort. Mit seinem flach ausgebreiteten Wuchs von genau 0,23 m Höhe besetzt er im Garten geschickt Lücken auf nährstoffreichen Böden, die andere Pflanzen oft meiden. Er ist ein Archäophyt (Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde) und damit ein alteingesessener Bestandteil unserer Kulturlandschaft. Seine winzigen Samen dienen im Winter als wichtige Energiequelle für samenfressende Vögel. Wenn du eine naturnahe Ecke im Garten hast, in der Stickstoffzeiger willkommen sind, ist dieser Gänsefuß eine bereichernde Ergänzung.
Dezenter Bodendecker mit Geschichte: Ein Stickstoffzeiger für echte Naturkenner.
Obwohl für diese Art keine spezifischen Bestäuberdaten vorliegen, spielt sie eine wichtige Rolle im ökologischen Gefüge als Pionierpflanze (Erstbesiedler). Die extrem leichten Samen von nur 0,2103 mg werden über weite Strecken durch den Wind verteilt und bieten im Spätherbst eine verlässliche Nahrungsquelle für Vögel. Seine Blattfläche von 228,83 mm² trägt zur Bodenbeschattung auf offenen Flächen bei. In der ökologischen Gartenkultur wird er besonders geschätzt, da er Stickstoff im Boden bindet und anzeigt. Er bietet zudem einen Lebensraum für bodennah lebende Kleinstlebewesen in Habitaten, die sonst oft kahl bleiben würden.
Bitte beachte, dass der Graugrüne Gänsefuß als nicht kindersicher eingestuft ist. Die Pflanze kann in ihren Pflanzenteilen Nitrat anreichern, was bei einem versehentlichen Verzehr gesundheitlich bedenklich sein kann. Achte darauf, dass Haustiere oder spielende Kinder keinen Zugriff auf die Pflanze haben.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
—
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.226 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
April bis Mai: Ideale Zeit für die Aussaat oder das Auspflanzen an offene Bodenstellen.
Wähle einen vollsonnigen Platz, da er als Lichtpflanze viel Energie für die Samenbildung benötigt.
Der Boden sollte nährstoffreich sein; er zeigt dir zuverlässig hohe Stickstoffgehalte an.
Wasserbedarf: Halte den Boden mäßig feucht, er verträgt aber durch seine mehlige Beschichtung kurze Trockenphasen.
Da die Pflanze nicht kindersicher ist, platziere sie lieber im hinteren Bereich deines Naturgartens.
Pflege: Ein Rückschnitt ist nicht nötig, da er meist einjährig wächst und sich über Samen regeneriert.
Vermehrung: Er nutzt das Prinzip der Windausbreitung für seine extrem leichten Samen (0,2103 mg).
Gute Partnerin: Die Speer-Melde (Atriplex prostrata) – sie hat ähnliche Ansprüche an nährstoffreiche Standorte und ergänzt das ökologische Bild perfekt.
Der Graugrüne Gänsefuß gehört zur Familie der Gänsefußgewächse (Chenopodiaceae) und ist in Deutschland sowie der Schweiz heimisch. Sein natürlicher Lebensraum sind Ruderalstellen (vom Menschen geprägte Rohböden) und stickstoffreiche Uferbereiche. Die Pflanze wächst rein krautig (nicht verholzend) und erreicht eine präzise Wuchshöhe von 0,23 m. Typisch sind die breitblättrigen Laubblätter mit einer Fläche von 228,83 mm², die oft buchtig gezähnt sind. Er lebt ohne Mykorrhiza (Symbiose zwischen Pilzen und Pflanzenwurzeln), was ihn auf gestörten Böden besonders konkurrenzstark macht.
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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