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Chenopodium murale
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Auch bekannt als: Mauergänsefuss
An den rautenförmigen, grob gezähnten Blättern, die oft eine dunkelgrüne Farbe haben, lässt sich der Mauer-Gänsefuß (Chenopodium murale) sofort erkennen. Diese Pflanze ist ein wertvoller Archäophyt (eine Pflanzenart, die bereits vor 1492 durch menschliches Zutun eingeführt wurde) und gilt heute mit der Roten Liste-Stufe 2 als stark gefährdet. In deinem Garten leistest du mit ihr einen echten Beitrag zum Artenschutz, da sie in der freien Natur kaum noch geeignete Nischen findet. Die leichten Samen dienen im Winter als wichtige Energiequelle für Vögel. Wenn du dieser seltenen Art ein Plätzchen an einer warmen Hauswand gönnst, förderst du eine botanische Kostbarkeit direkt vor deiner Tür.
Rote Liste-Rarität: Hol dir einen stark gefährdeten Überlebenskünstler in den Garten.
Diese Art ist ein bedeutender Baustein für die Biodiversität, da sie als stark gefährdet (Rote Liste 2) eingestuft ist. Die Produktion von Samen ist für den Fortbestand der Art entscheidend; mit einem Gewicht von nur 0.6214 mg pro Stück sind diese sehr leicht und werden über weite Strecken verbreitet. In der kalten Jahreszeit bieten diese Samen eine verlässliche Nahrungsgrundlage für samenfressende Vögel. Da die Pflanze keine Mykorrhiza (Wurzelpilzverbindung) nutzt, besetzt sie ökologische Nischen auf instabilen oder frisch gestörten Böden, die für viele andere Pflanzen ungeeignet sind. Ihr Erhalt im Garten sichert das Überleben einer historisch bedeutsamen Kulturfolger-Art.
Der Mauer-Gänsefuß ist als nicht kindersicher eingestuft. Er sollte daher so platziert werden, dass kleine Kinder keinen direkten Zugang zum Verzehr der Pflanzenteile haben. Bei Unfällen kontaktiere bitte umgehend den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Jul – Sep
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0,466 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Der Mauer-Gänsefuß gehört zur Familie der Gänsefußgewächse (Chenopodiaceae) und ist in Deutschland und der Schweiz indigen (einheimisch). Sein natürlicher Lebensraum sind stickstoffreiche Ruderalstellen (durch menschliche Nutzung geprägte Rohbodenflächen) sowie der Fuß warmer Mauern. Mit einer Wuchshöhe von exakt 0.47 m wächst er als krautige (nicht verholzende) Pflanze. Eine Besonderheit ist, dass er keine Mykorrhiza (Symbiose zwischen Pilzen und Pflanzenwurzeln) eingeht, was ihn zum Spezialisten für gestörte Böden macht.
•TraitCH — CC BY 4.0TraitCH 2.0 contributors; imported as source-preserving NaturKompass taxon evidence.
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →
Stand: 18.12.2025. Korrekturen können über das Feedback-Formular gemeldet werden.