Bild folgtKI-generierte IllustrationChenopodium opulifolium
Auch bekannt als: Chenopodium album var. opulifolium, Chenopodium album subsp. opulifolium
Auffällig sind die namensgebenden Blätter des Schneeballblättrigen Gänsefußes (Chenopodium opulifolium), die in ihrer Form stark an die des Gemeinen Schneeballs (Viburnum opulus) erinnern. Als Archäophyt (eine Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde) gehört er zu unserem alten Kulturgut, ist aber inzwischen selten geworden und wird auf der Roten Liste als gefährdet (Stufe 3) geführt. Er bereichert Deinen Garten als robuste, historisch bedeutsame Art, die auf kalkhaltigen Böden bestens gedeiht. Mit seiner Pflanzung leistest Du einen aktiven Beitrag zum Erhalt einer bedrohten Wildpflanze und förderst die Vielfalt an seltenen Ackerkräutern. Hast Du schon ein sonniges Plätzchen für diesen Rückkehrer im Blick?
Gefährdete Rarität mit Geschichte: Hol Dir den seltenen Wildgänsefuß in den Garten.
Nach aktuellen ökologischen Daten ist der Schneeballblättrige Gänsefuß (Chenopodium opulifolium) eine wichtige Art für die Biodiversität, da er auf der Roten Liste (Stufe 3) steht. Seine Samen sind mit 0,6009 mg sehr leicht, was eine Fernausbreitung durch den Wind ermöglicht und zur Besiedlung neuer Lebensräume beiträgt. Die im Spätsommer reifenden Samen bieten eine natürliche Nahrungsquelle für heimische Vögel während der kalten Monate. Durch die Ansiedlung dieser seltenen Art im Garten trägst Du zur Sicherung des Genpools einer gefährdeten Wildpflanze bei. Da sie zu den Archäophyten zählt, stützt sie zudem das historische Artenspektrum unserer Kulturlandschaft.
Der Schneeballblättrige Gänsefuß (Chenopodium opulifolium) wird als nicht kindersicher eingestuft. Achte darauf, dass Kinder oder Haustiere keine Pflanzenteile verzehren. Im Falle eines Unfalls kontaktiere bitte umgehend den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jul – Sep
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.551 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Standort (Lichtzahl 8), der täglich mindestens sechs Stunden direkte Sonne erhält.
Der Boden sollte mäßig feucht bzw. frisch (Feuchtezahl 4) sein; Staunässe ist zu vermeiden.
Achte auf einen kalkhaltigen oder basischen Untergrund (Reaktionszahl 7), da die Pflanze Säure schlecht verträgt.
Als Mittelzehrer (Pflanze mit mäßigem Nährstoffbedarf) reicht ein normaler Gartenboden ohne starke Düngung aus.
Die ideale Pflanzzeit liegt im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst bis zum Einsetzen der Bodenfröste.
Halte bei der Pflanzung einen ausreichenden Abstand ein, damit sich die 0,55 m hohe Pflanze frei entfalten kann.
Da die Art nicht verholzt, kannst Du die Reste im Spätwinter bodennah zurückschneiden.
Gute Partnerin: Die Gelbe Resede (Reseda lutea) – sie besiedelt ähnliche sonnige Kalkstandorte und ergänzt das ökologische Profil hervorragend.
Der Schneeballblättrige Gänsefuß (Chenopodium opulifolium) gehört zur Familie der Fuchsschwanzgewächse (Amaranthaceae). Er ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz indigen (ursprünglich heimisch) oder als alteingebürgerte Pflanze etabliert. Sein natürlicher Lebensraum umfasst meist sonnige Ruderalstellen (vom Menschen geprägte Rohbodenflächen) auf basenreichen Untergründen. Die krautige Pflanze erreicht eine Wuchsform von 0,55 m und zeichnet sich durch ihre charakteristischen, breitblättrigen Blätter aus, die oft eine mehlige Bestäubung aufweisen.
1 Video zu Schneeballblättriger Gänsefuß
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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