Bild folgtKI-generierte IllustrationChenopodium probstii
Auch bekannt als: Probst-Gänsefuß
Du erkennst Probsts Gänsefuß (Chenopodium probstii) an seinen typisch weißlich-mehligen Blättern und den unauffälligen, grünlichen Blütenknäueln. In deinem Naturgarten ist er besonders wertvoll, weil er als Zeigerpflanze für nährstoffreiche Böden dient und im Winter eine wichtige Futterquelle darstellt. Da er viele kleine, proteinreiche Samen produziert, lockt er gezielt Singvögel wie den Distelfink (Carduelis carduelis) an, die an den vertrockneten Ständen Nahrung finden. Wenn du eine wilde Ecke hast, in der du die Natur einfach mal machen lassen willst, ist dieser Gänsefuß die ideale Besetzung. Er zeigt dir genau, wo dein Boden Kraft hat.
Der stickstoffliebende Vogelfreund: Ein energiereiches Winterbuffet für deinen Garten.
Obwohl die Blüten klein und unscheinbar sind, hat die Pflanze eine hohe Bedeutung für die lokale Biodiversität. Nach aktuellen Beobachtungen profitieren vor allem samenfressende Vögel von den massenhaft produzierten Samen im Spätherbst und Winter. Für verschiedene Arten von Schwebfliegen bietet der Pollen eine willkommene Nahrungsquelle in nährstoffreichen Biotopen. Da die Pflanze keine Symbiose mit Mykorrhizapilzen (NM - Nicht-Mykorrhiza) eingeht, besetzt sie ökologische Nischen auf gestörten Böden, die andere Arten nicht nutzen können. So trägt sie zur Stabilisierung des lokalen Nahrungsnetzes bei.
Die Pflanze wird in Datenbanken als nicht kindersicher eingestuft, weshalb im Garten mit kleinen Kindern Vorsicht geboten ist. Wie viele Arten der Gänsefußgewächse kann sie Oxalsäure und Saponine (seifenähnliche Stoffe) enthalten, was bei Verzehr zu Unwohlsein führen kann. Im Falle eines Falles erreichst du den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
—
Blütezeit
—
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Licht: Wähle einen vollsonnigen Standort (Lichtzahl 8), die Pflanze benötigt viel direktes Licht für eine gute Entwicklung.
Boden: Der Untergrund sollte eher trocken sein (Feuchtezahl 2), da Staunässe nicht vertragen wird.
Nährstoffe: Als Starkzehrer (Nährstoffwert 7) braucht sie einen stickstoffreichen Boden; eine Gabe Kompost vor der Pflanzung ist ideal.
Pflanzzeit: Die beste Zeit zum Ausbringen ist das Frühjahr von März bis Mai.
Bodenvorbereitung: Achte auf einen lockeren, neutralen Boden (Reaktionswert 5), der nicht zu sauer sein darf.
Pflege: Die Pflanze ist pflegeleicht. Lass die vertrockneten Blütenstände im Herbst unbedingt stehen.
Vermehrung: Er vermehrt sich willig durch Selbstaussaat, wenn man die Samen reifen lässt.
Gute Nachbarin: Die Weg-Malve (Malva neglecta) ist eine ideale Partnerin, da sie ähnliche Ansprüche an nährstoffreiche Standorte stellt und das ökologische Angebot für Insekten ergänzt.
Probsts Gänsefuß gehört zur Familie der Gänsefußgewächse (Chenopodiaceae) und ist in Deutschland sowie Österreich fest etabliert. Sein natürlicher Lebensraum sind meist Ruderalstellen (vom Menschen geprägte Schutt- oder Lagerplätze) sowie nährstoffreiche Wegränder. Die krautige Pflanze ist an mäßig warme Standorte angepasst und bevorzugt neutrale bis schwach saure Bodenverhältnisse. Ein besonderes Merkmal ist die Oberfläche der Blätter, die durch winzige Blasenhaare wie mit Mehl bestäubt wirkt, was die Pflanze vor Verdunstung schützt.
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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