Bild folgtKI-generierte IllustrationChenopodium suecicum
Auch bekannt als: Chenopodium album f. pseudopulifolium, Schwedischer Gänsefuß, Chenopodium album subsp. pseudopulifolium
An seinen breit-dreieckigen, oft bläulich-grünen Blättern mit dem charakteristischen mehligen Überzug lässt sich der Grüne Gänsefuß (Chenopodium suecicum) sofort erkennen. Diese einjährige Wildpflanze ist ein wichtiger Bestandteil dynamischer Gartenbereiche und zeigt dir als Starkzehrer (Pflanze mit hohem Nährstoffbedarf) zuverlässig an, wo dein Boden besonders gehaltvoll ist. Da er in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch ist, bereichert er als Archäophyt (Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde) die biologische Vielfalt. In deinem Garten profitierst du von seiner Funktion als natürlicher Bodenzeiger. Du machst alles richtig, wenn du diesem unkomplizierten Wildkraut eine Nische auf nährstoffreichen Flächen zugestehst.
Ein natürlicher Nährstoffanzeiger und wertvoller Samenspender für Wintervögel.
Der Grüne Gänsefuß dient in der ökologischen Gartenkultur vor allem als wichtiger Samenproduzent. Nach aktuellen Beobachtungen produzieren Gänsefußgewächse enorme Mengen kleiner, ölreicher Samen, die eine wertvolle Kraftnahrung für heimische Vögel darstellen. Besonders im Winter profitieren Arten wie der Stieglitz (Carduelis carduelis) von den stehengelassenen Fruchtständen. Da er als Pionierpflanze schnell offene, nährstoffreiche Bodenstellen besiedelt, bietet er zudem Schutz und Deckung für verschiedene Bodenbewohner, während er gleichzeitig den Boden vor Erosion schützt.
Der Grüne Gänsefuß wird als nicht kindersicher eingestuft. Er enthält in allen Pflanzenteilen Saponine (seifenähnliche Stoffe) und Oxalsäure, was bei Verzehr zu Unwohlsein führen kann. Es besteht Verwechslungsgefahr mit anderen Gänsefuß-Arten, die jedoch meist ähnliche Eigenschaften besitzen und ebenfalls nicht für den Verzehr in Kinderhänden geeignet sind.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Jun – Aug
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.58 m
Standort: Suche dir einen Platz in der vollen Sonne aus.
Boden: Die Pflanze benötigt einen Starkzehrer-Standort (Boden mit sehr hohem Nährstoffgehalt), der frisch (mäßig feucht) sein sollte.
Pflanzzeit: Die beste Zeit für die Aussaat im Freiland liegt zwischen März und Mai.
Pflege: Da die Art einjährig ist, stirbt sie zum Winter hin ab und muss nicht zurückgeschnitten werden, solange die Samen für die Vögel hängen bleiben sollen.
Wasser: Achte darauf, dass die Erde gleichmäßig feucht bleibt, da er keine extreme Trockenheit mag.
Vermehrung: Er versamt sich an offenen Bodenstellen zuverlässig von selbst, was für den Fortbestand im Garten sorgt.
Kombinationsempfehlung: Gute Partnerin ist die Weg-Malve (Malva neglecta) - beide teilen ähnliche Standortansprüche auf nährstoffreichen Böden und besiedeln gemeinsam dynamische Gartenbereiche.
Der Grüne Gänsefuß ist eine einjährige krautige Pflanze, die in Mitteleuropa weit verbreitet ist. Er besiedelt bevorzugt Ruderalstellen (vom Menschen geprägte Rohbodenflächen) und nährstoffreiche Äcker. Morphologisch zeichnet er sich durch seine knäueligen, grünlichen Blütenstände aus, die keine auffälligen Blütenblätter besitzen, sowie durch seine wechselständigen, oft schwach gezähnten Blätter. Er ist eng mit dem häufigeren Weißen Gänsefuß verwandt, bevorzugt aber oft etwas kühlere Standorte.
1 Video zu Grüner Gänsefuß

•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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